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[Folge 1] (1878)
Entstehung
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12.

S. 319, nach 240.

1497 am Freitag nach S. Veitstag (16. Juni). Hanns von Bibra der Eider und Peter von Ebersperg gen. vonWeyers als Vormünder Jörgen von Ebersteins sei., ihres Schwagers und Vetters, gelassener Kinder, verkaufen mit ZustimmungHanns von Ebersperg's, Eberliard's von Lutter, Lips von Eberstein's, Fritzen und Adolfs von Bibra gebriider, alsz nechstenfreundten Jorgen v. Eberstein's, Mühlfeld mit allem was zu ihme gehört, mit aller seiner lierrlichkeit, freyheitt, gereclitig-keitt, gewonheitt vndt Herkhommen etc, Wie das Jorg von Eberstein, ihr Schwager vnd Vetter Seeliger, Herbracht vndt junengehabt hatt, um 1800 fl. an Eukarius von Bibra.

Mitgetheilt von d. k. bayer. Appell.-Gerichtsrath Wilhelm Frlirn. von Bibra zu München ( s. dessen Geschichte S. 83).

S. 498, zn Nr. 357.

Die Urk. von 14. Febr. 1444 ist seitdem gedruckt im Henneberg'schen Urkundenbuche VII. 124. Das Original hatMaingolt und Marpperg, nicht Warsperg.

13.

S. 512, nach Nr. 379.

1469. Graf Philipp zu Hanau schreibtan den vesten Philipp von Eberstein unseren Amtmann in Steinau und liebenGetreuen" und klagt, dass seine Mühe, Fleiss und gute Meinung, die er, Ordnung herzustellen im Kloster (Schlüchtern), an-gewendet, wie ihm berichtet, ganz unbeachtet bleiben und befiehlt nun:also begehren wir, dass Philipp Iloelin gen.Sliichtern in das Kloster reite und dem Abt und Convent sagen wolle, dass sie unseren Anordnungen und Satzungen in allenPunkten sollen ohne Weigerung nachkommen, halten und vollführen und so es nicht geschieht, wollen wir Gedanken haben,auf andere Weise Untersuchung lassen thun, also, dass ihr Kloster nicht ganz verderben werde, und was Dir zur Antwortwird, lass uns fürderlieh wieder wissen."

Abt Johann musste sein Amt niederlegen, und an seine Stelle trat 1470 Wilhelm von Lauter.

Zeitschrift des Vereins für hess. Gesch., Neue Folge III. 320.

14.

S. 514, zu Nr. 381.

1473. f} Jutte vom Stein, Philipps von Eberstein sei. hinterlassene W erthin etc." bekennt in diesem Briefe, dass es derWunsch ihres Mannes gewesen sei, für sie beide und ihre Voreltern ein Seelengeräth und ein ewiges Gedächtniss zu stiften,dass ihr Mann dazu auch bereits von seinem Vater 50 Gulden erhalten und solche seither genützt habe und fährt nun wörtlichalso fort:so han ich dem würdigen Herrn, Herrn Christian Abt und dem ganzen Convent zu Slucliter und allen ihren Nach-kommen ewiglich in testamentsweise inzuhaben recht und redlich gegeben und verschrieben alle die Güter und Zinsen,Nutzungen, Genüsse und Gebrauchungen, die mein etc. Hauswirth selig von dem Abte und Convente des Klosters zu NeustadtSt. Benedict! Ordens recht und redlich gekauft und an uns bracht hau etc. und sind solche Güter gelegen zu Fellen undRengersbronn nach Ausweis des Hauptbriefes etc. und sollen nun die obgenannten Herren zu Sluchter solche Güter etc.als ewiges Testament und Seelengeräth etc. inliaben und geniesen etc., doch unschädlich dem Abt und Convent zu Neu-stadt an ihrem Wiederkaufe, den sie vom Abt und Convent zu Sluchtern thun mögen wann sie wollen."

Zeitschrift des Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde, Neue Folge III. 323.

15.

S. 531, nach Nr: 417.

Hans von Hutten, Stallmeister des Herzogs Ulrich von Würtemberg, wurde am 7. Mai 1514 von dem Herzog er-stochen, wozu des Letzteren Zuneigung zur schönen Ursula Thumbin, Hansens junger Gemahlin, den Anlass gegeben. EinFürst hatte einen von Adel ermordet und besehimpft: daran entzündete sich der ganze Groll, der seit dem drohenden An-wachsen der Fürstenmacht in der Ritterschaft kochte. Man schlug an das Schwert und griff zur Feder: zur letzern vorAllen Ulrich von Hutten. Und nachdem am 24. Nov. 1515 dem Herzog seine Gemahlin entflohen, um sich in den Schutzihrer Brüder, der Baiernlierzöge, zu begeben, erfolgte am 1. Febr. 1516 die naheliegende Vereinigung beider von HerzogUlrich beleidigten Tkeile. Jetzt erst sahen die Hutten'sclien eine genügende Macht hinter sich. Im September standen siemit nahezu 1200 Pferden bei Wemdingen im Riess (s. Strauss, Hutten). Den drohenden Krieg zu vermeiden, lud der Kaiserden Herzog auf den 20. Sept. vor seinen Richterstuhl nach Augsburg und sprach am 11. Oct., nachdem der Herzog nichterschienen, die Acht gegen ihn aus. Zehn Tage später kam jedoch ein Vertrag zu Stande, durch den alle Feindseligkeitenvon beiden Seiten beigelegt wurden.

Den Hutten'sclien beizustehen, war auch Mangold von Eberstein bei Wemdingen erschienen. In SteinhofensWiirtembergische r Chronik (Stuttgart 1755) IV. 303. 305 findet sich darüber:Diese Specification der Huttischen Pferd undihrer Führer ist folgende: Mangolt von Eberstein 3. Dass diese raisige Pferdt, über 1150 an der Zahl, alle beysammengewesen und am Sonntag Crucis (14. Sept) mit Wein und Brod zu Wemdingen gespeiset worden, ohne die Wagenpferd undFussknecht, das war bekannt."

16 u. 17.

S. 532, vor Nr. 420.

1510, Vertrag, vermittelt durch Georg Diemar von Winicken, Hans Küchenmeister, Philipp von Eberstein, Amtmannzu Schwarzenfels, und Bastian von Lauter zu Schlüchtern, über einen Hof zu Marjosz, die Dysselbach genannt; darin wirdauch nochHenne von Slüchter, Katzenh'iss genannt," erwähnt, welches Geschlecht bald nachher ausgestorben sein muss.

1512. Vertrag zwischen Abt Christian unddenen von Weyers" den Ellerts bei Hintersteinau betr., darin erwähntwerdenHans und Lorenz von Weyers, Philipp von Eberstein, Amtmann, Hans Leier, Hofmeister zu Hintersteinau, Hectorvon Morl au, genannt Behm, Georg Romann, Schultheiss zum Neuenhof, Dietrich von Ebersberg, Philipp Schenk, Hans vonder Thann, Marschall und Daniel von Fisehborn, Amtmann" (Zeitschrift des Vereins für hess. Geschichte, Neue Folge III. 334).

18.

S. 555, vor Nr. 447.

1440 Nov. 18. Erasmus und Wilhelm Gebrüder von Eberstein bekennen sich mit vielen Anderen von der fränkischenRitterschaft zu Feinden der sächsischen Herzöge (Notiz aus dem Hauptstaatsarchiv zu Dresden [Citat verloren]).