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Während aber der Stamm dem Mißgeschick erlag, gelingtes einigen Sproßen desselben, durch Glück und Geschick dieFamilie zu neuem Leben zu erheben und neue Thätigkeitin ihr zu wecken, indem sie den alten Boden verlassen, dieunsichere Unabhängigkeit des Patriziers aufgeben und theilsin die Dienste der Kirche, theils in die der benachbartenFürsten eintreten und diesen ihre Kräfte widmen.
Unter drei vom ulmer Stamm sich lösenden Aesten wirdbesonders einer von größter Bedeutung für den Fortbestandund die Stellung der Familie, indem er zunächst durch denEintritt in den Dienst des Kaisers und durch die Erwerbungeines den Adelsrang verleihenden Wappenbriefs für sich undalle Nachkommen eine höhere sociale Stellung gewinnt. Fortantreffen wir Angehörige der Familie auch nachdem sie sichzweimal in mehrere Linien gespalten hat, während zwei Jahr-hunderten fast ausnahmslos entweder im geistlichen odergelehrten, besonders rechtsgelehrten Stande, und zwar erstereim Dienst der evangelischen Kirche, letztere durch ganze Genera-tionen im Staats-Dienste der Herzoge v. Württemberg.
Seit dem dritten Jahrzehnt des XVIII. Jahrhunderts wirdein höherer Aufschwung in den Hauptzweigen der Familiebemerkbar. Es wurden von nun an, namentlich im Hcimath-lande Württemberg, höhere Aemter und Würden erreicht alsfrüher. Von wichtigen Folgen für die Familie war insbe-sondere, daß auch andere Berufsfächer ergriffen wurden alsnur die bisherigen. Seit der Zeit der beiden StammväterLudwig und Ulrich hatte sich kein Angehöriger der Familiewieder dem Militär- und Kriegerstand gewidmet. Um besagteZeit geschah dies zuerst in Hessen-Darmstadt. Da in jenerZeit der Militär-, besonders der Officiers-Stand nicht an dasHeimathland gebunden, sondern ein außerhalb der übrigenstehender privilegirter, nur von der Person des regierendenFürsten als Kriegsherrn abhängiger Stand war, der Mit-glieder aller Herren Länder in sich aufnahm, traten aucheinzelne Angehörige der Familie Nentz in auswärtige Mili-tärdienste, erreichten dort zum Theil hohe Chargen und grün-
's S. Seite 73 Johann Christoph's Söhne Joh. Friedrich und CarlFriedrich.