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wenn sie die Kraft und das Glück nicht wiederfinden, sichaufs Neue zu heben. Dieser Lebens-Prozeß läßt sich auchin der Familie Rentz im Ganzen, wie in einzelnen Zweigenderselben beobachten. Sie tritt in der Mitte des XIII. Jahr-hunderts erstmals auf, als durch Feststellung des Erbrechtsunter Kaiser Friedrich II. und durch Annahme dauernderFamilien-Namen der Fortbestand der Familien ermöglicht undgesichert war.
Wir finden sie bei ihrem Eintritt in die Geschichte alsvirii iinpsrii, „reichsfreie Männer", in einer Standes- undGeburts-Classe, welche dem höheren Bürgerstande, den soge-nannten „Ehrbaren" angehört, und bereits den Zutritt zugewissen städtischen Aemtern erlangt hat. Ihre Angehörigenverschmähen es nicht, sich industrieller Thätigkeit hinzugebenund ein Gewerbe zu treiben, welches sie vermöglich, ja reichmacht, auch zu den Spezialitäten ihrer Vaterstadt gehörtund wesentlich zu dereu Aufblühen beiträgt. Als in derFolge die außerordentlichen Verdienste, welche sich die arbei-tenden Classen durch die Ergiebigkeit und Einträglichkeit ihrerProduction und durch ihre Tapferkeit im Kriege um dasWohl, den Glanz und die Macht der Stadt erwarben, zurGeltung gelangen und den schroffen Abschluß der alten Adels-classen nicht länger haltbar machen, erlangt auch die FamilieNentz mit anderen ihres gleichen die Aufnahme in das sog.Patriziat, d.h. in den jenem Zeitalter eigenthümlichen städtischenAdel, und hiemit auch den Zutritt zu den wichtigsten öffent-lichen Aemtern.
Die Familie erfreut sich in Folge dessen fast während einesJahrhunderts einer Periode inneren und äußeren Glanzes,bis Verhältnisse eintreten, deren nachtheiligen Einfluß zuüberwinden sie nicht die Kraft findet. Eine genauere Kennt-niß der Ursachen entzieht sich unserer Forschung; wir kennennur die Thatsache, daß es die Zeit der Kirchen-Reformationwar, in welcher der alte reichsstädtische Stamm der Familiean Ansehen und Vermögen zu verlieren begann, zwar nichtsofort erlosch, aber ein ziemlich beschränktes Leben führte,wenig mehr gekannt und genannt, bis er endlich nach mehrals fllnfhundertjähriger Dauer vom alten heimathlichen Bodenverschwand.
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