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bürg und stellte ihn dem dortigen Bischof vor, um in denLehren der katholischen Kirche unterrichtet zn werden. Alleindie Ueberzeugung des jungen Mannes wandte sich dem evan-gelisch-lutherischen Glauben zu, so daß ihn sein Bater indas Pädagogium nach Stuttgart, welches er durch alle Classenabsolvirte, und 1547 ans die Universität Tübingen schickte.Als Canonicus Mögenhardt dies erfuhr, strich er zornent-brannt Heinrich's Mutter ans seinem Testament, enterbtesie und damit auch ihren Sohn.') Aber Herzog Ulrichverlieh nun demselben ein Stipendium und schon 7. März,1548 ernannte ihn die Universität zum Baccalaurens, 4. Febr.1551 zum Magister. Auch wurde er Repetitor u. Jnspectorder Stipendiare (d. i. der Stipendien beziehenden Studenten).Im Jahre 1554 erhielt er eine Stelle zu Brackenheim alsDiaconus, 1557 wurde er Pfarrer zn Lustnan, nur Stundevon Tubingen. Er beschäftigte sich nun wieder mit Vorträgenund Disputationen an der Universität, um die Doctorwürdezn erlangen, was aber seinem Vater mißfiel. Er bewarbsich deßhalb um eine andere Pfarrstelle und erhielt die znMinuenden. Er hatte sich schon 1557 zu Lustnau mit Maria,,Tochter des Hofpredigers Caspar Gräter zu Stuttgart, geb.1532, vcrheirathet, und zog nun 1559 mit ihr nach Minuenden.Acht Jahre später ward ihm große Auszeichnung zu Theil.Herzog Christoph ernannte ihn an Pfingsten 1567 zumevangel. Prälaten und Abt des Klosters St. Georgen imSchwarzwald (jetzt badisch) und verlieh ihm den Ehrentitel„fürstlicher Rath". Mit dieier Stelle war auch das Amteines Superintendenten verbunden, vermöge dessen er alleKlöster und Schulen des Bezirks zweimal im Jahr zu visitirenhatte. Er that dies mit großem Eifer und schaffte die-Mißbräuche und Einrichtungen ab, welche noch aus der päbst-licheu Zeit herrührten, ^) Nachdem er sein Amt mit Pflicht-
') „Daraus av zu nehmen, wie eifrig Ulrich Rentz gewesen, daß ereher etlich IWl) Gulden verlieren denn seinen Filium zu einem Mcßvfasfenordiniren lassen wollte" — (Georgii, biogr.-genealog. Nl. S, 712.1
2) Insbesondere that er dies in dem ihm selbst unterstellten KlosterSt. Georgen, „das erst von dem pabstlichen Sauerteig ausgefegt werdenmußte". Georgii, biogr.-genealog. Bl. S. 714.