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im Alter von 22 Jahren mit Anna Euphrosine, TochterPeter Mögenhardt's des Vogts von Blanbenren (bei Ulm),mit welcher er 14 Kinder zeugte. Er verließ nach seinerVerheirathnng noch bei Lebzeiten seines Vaters Wiesensteigund zog nach Weinsberg, wo er 1536 Amtskeller, Vogt undgeistlicher Verwalter winde <), welche Stellen dort (bis z. I.1651) in einer Person vereinigt waren. Weinsberg hattesich im April 1525 am Bauernkrieg bethciligt, war deßhalbvon dem Heer des Grafen Georg Trnchseß von Wald-bnrg eingenommen und niedergebrannt worden (21. Maidess. I.), und sollte ewig vertilgt bleiben. Doch wurde denvertriebenen Einwohnern nach einiger Zeit gestattet, ein Dorfan Stelle der Stadt aufzubauen. AIs aber Herzog Ulrichvon Württemberg i. I. 1534 sein seit 1520 von Oester-reich besetztes Land wieder eroberte und in Weinsberg er-schien, verlieh er dem Ort auch das Stadtrecht wieder. UlrichNentz, 1536 von dem Herzog dort angestellt, erwarb sichgroße Verdienste um die schwer heimgesuchte, herabgekommeneStadt und blieb bis 1552 in seinem Amt, während dieObervögte mehrmals wechselten. Er versah seit 1542 auchnoch das Amt eines Pflegers (Verwalters) des Stifts Ober-stenfeld (bei Gr.-Bottwar). Bereits in vorgerücktem Alter(62 Jahre alt) übernahm er 1568 das Amt eines Hofmeistersdes Klosters Liechtenstcrn (bei Weinsbcrg am Ursprung derSnlm), scheint aber seinen Wohnsitz bis ans Ende in Weins-bcrg behalten zu haben. Er starb dort, hochgeachtet und ver-ehrt, 19. Sept. 1585, 79 Jahre alt, seine Ehefrau I.März1586. Ihr gemeinsames Grabmal^), wahrscheinlich von der
') Georgii, württ. Dienerbuch S. LOS, 607 u. 311. — Keller, Amts -keller hieß zu jener Zeit der landesfürstliche Cameral-Beainte (Do-mänen-Verwalter), Ausseher der Magazine, Keller rc ; — Vogt lVoontus)oder Amtmann der landesfürstliche Negierungs- und Polizei-Beamte einerStadt, Burg oder eines Bezirks; — Geistlicher Verwalter der vonder geistlichen Behörde ernannte Verwalter der Kirchengüter; — Stadt-,'Amts- und Landschreiber waren die Notare späterer Zeit; — dieKlöster hatten Hofmeister als Polizei-Beamte und Pfleger als Ver-walter und Verrechner. — Pfleger hießen auch bei andern Anstaltendie VerwaltnngS-Beamten, wie Stiftspfleger, Hospitalpflcger zc.
2) Dieses Grabmal enthalt das Nentzische und Mögenhardtische Wap-pen und folgende Inschrift: