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Seine Funktionen bei dein Kurfürsten Lothar Franz von Mainz verrichteteE. F. v. E. zu solcher Zufriedenheit des Kurfürsten, daß sich dieser bewogenfand, ihn 30. Juli 1715 auch zu seinem Geheimen Rathe zu ernennen und diesdem Könige direkt zu melden (Gesch. 1169 u. 1. Folge 32). Solches Wohl-wollen ermuthigte den bisherigen außerordentlichen Gesandten unter Billigungseines Oheims, des stichst Ministers Grafen v. Wertstem, bei dem Könige17. Nov. 1716 um Ertheilung des Charakters als wirklicher Gesandternachzusuchen (1. Folge 32).
Ein gleiches Wohlwollen wie seitens des Kurfürsten von Mainz wurde ihmauch vom Kaiser zu Theil. Schon i. I. 1711, als Karl VI. zur Krönungund Huldigung nach Frankfurt gekommen war und daselbst bis zum 11. Januar1712 verweilte (1. Folge 36), fand er an dem intelligenten und gewandtenkurs. Hof- und Legationsrathe Ernst Friedrich v. E., welcher aus Anlaß derKaiserkrönung in außerordentlicher Mission und zugleich als Begleiter des Kur-fürsten von Mainz nach Frankfurt gekommen war, ein besonderes Wohlgefallen(Gesch. 1170, Anm.) und erwies demselben 4. Januar 1718 „die ohnvcrmutheteGnade", ihn „aus eigener Bcwögnns" in den Grafcnstand zu erheben (Gesch. 14 ff.u. 1. Folge 33). Das umfangreiche Diplom enthalt zugleich das mit denSchildzeichen der beiden ausgestorbenen Ebersteinischen Grafengcschlechtcr, desniedersächsischen und des schwäbischen, vermehrte Wappen Ernst Fricdrich's v. E.in künstlerischer Ausführung (vgl. Wappentafel in der „Beigabe"). Die dieserWappcnvcrmehrung zu Grunde liegende genealogische Unklarheit hatte später nochdie spaßhafte Folge, daß der gegrafte E. F. v. E., der nur das Schloß undFlecken Leinungen mit Rötha besaß, vom Wiener Hof-Rathe als Inhaber der„Grafschaft Eberstcin im Schwäbischen Kreis" angesprochen und als solchergemahnt wurde, eine vom Negcnsburger Reichstage sowohl 1716 als 1738verwilligte Türkcnstcuer zu je 50 Nömermonaten im Betrage von 1600 fl. abzuführen (Gesch. 1170).
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