bis zu 20 cm = Größe 1.
über 20 bis 30 cm = » 2.
» 3O » 4O » = » 3.
» 40 cm = » 4.
Der Standortskatalog, in welchem, wie oben aus-geführt, jeder Band eigene Ziffer hat, gestattet einebequeme Statistik des Bändebestandes.
Eine gewisse Schwierigkeit bereitete die Behand-lung der Doppelstücke oder Mehrstücke besondersstark gefragter Werke. Um die Kataloge zu entlastenund zugleich bei Nachfrage alle Stücke desselbenWerkes zur Verfügung zu haben, wurden sie unterder Bezeichnung des ersten Stückes aufgestellt.Dem inneren Verwaltungsdienst wurde die Unter-scheidung der Stücke im Leihverkehr vorbehalten.
Das Buch erhält über der Ziffer der »Exemplar« -bezeichnung auf dem Titelblatt den der Stückzififerentsprechenden Buchstaben des kleinen lateinischenAlphabets. Derselbe Buchstabe steht über der Zifferder Buchbezeichnung auf dem Bandrücken, und überder Ziffer auf der Buchkarte.
Übersteigt die Zahl der Mehrstücke eines Werkesdie 25 Buchstaben des Alphabets, so werden zweiBuchstaben, aa, bb usw., nebeneinander verwendet.Ein Standortszettel, der Stückzififer und Stückbuch-staben trägt, wird ebenfalls angefertigt. Die Stand-ortszettel der Mehrstücke bilden besondere Katalogefür jede Stückreihe.
Die Bücherhalle entschloß sich, ein systema-tisches Bücherverzeichnis —ein Nachtrag bis1902 reichend, ist auch erschienen — (s. Seite 21)zu drucken. Die alphabetischen Kataloge, selbstdiejenigen, welche nach amerikanischem VorbildeNamen- und Sachkatalog (»Kreuzkatalog«) in einemAlphabete vereinigen, sind deutschen Lesern nichtbequem. Eine Änderung des für den Druck an-gewandten Systems, sowie Registerdruck bleibenspäteren Auflagen des Katalogs vorbehalten.
Ein gedruckter systematischer Katalog, welcherJedermann nützen soll, darf nicht das bibliographischeKunstwerk im Auge haben. Er muß den Bedürf-nissen, auch den örtlichen, Rechnung tragen, undsogar auf bewährte bibliographische Regeln ver-zichten können. Hiernach wurde das Bücherver-zeichnis der Bücherhalle, welches bei Eröffnung demPublikum vorgelegt wurde, eingerichtet. Jeder Bandwurde mit seiner Buchmarke besonders aufgeführt.Reichliche Verweisungen in verwandte Fachunter-
abteilungen wurden gegeben. Der Leser findet bei-spielsweise die schönen Heiligenleben der »Ge-schichtsschreiber der deutschen Vorzeit« nicht nurin der Gesamtübersicht der »Sammelwerke«, sondernauch bei den »Lebensbeschreibungen« und in derAbteilung »Religion«. Bei der Aufführung der Zeit-schriften wurde von dem bibliographischen Ordnungs-wort mit Rücksicht auf Bezeichnungen, welche demPublikum geläufig sind, Abstand genommen; fürden Kundigen aber, und um jedem Bedürfnis zudienen, wurde das bibliographische Ordnungswortals Verweis beibehalten. Der Inhalt von Sammel-bänden wurde möglichst weitgehend, und zwar inderselben Schriftgröße wie der Titel selbst, aus-gedruckt. Eine große Ausführlichkeit bei Inhalts-angaben von Bänden, welche kleinere in sich ab-geschlossene Teile enthalten, ist für Benützer, diegerne nach dem Titel wählen, gewiß willkommen.Verschiedene Verfasser von Teilen eines Sammel-werks — zum Beispiel die Verfasser von Erzäh-lungen, welche im »Deutschen Novellenschatz« abge-druckt sind — kommen jeder einzeln im Ordnungswortzu seinem Recht.
Die Anordnung der Abteilung »Lebensbeschrei-bung« wurde nach den Namen derjenigen geordnet,welchen die Lebensbeschreibung gilt. ÜberflüssigeÄußerlichkeiten der Titel wurden gekürzt, so dieErscheinungsjahre der Werke schönwissenschaftlicherLiteratur; bei wissenschaftlichen Werken wurdenjedoch die Erscheinungsjahre gedruckt.
Die Ordnungsworte, neben welchen sich dieBuchmarke zur Linken unter dem Reihentitel»Buchstabe und Nummer« findet, wurden durchfetten Druck hervorgehoben. Einige typographischeBesonderheiten, welche alle darauf hinzielen, dieLeser bei der Wahl ihres Lesestoffes zu unterstützen— z. B. Neudruck des Namens bei Schriften mehrerergleichnamiger Verfasser — zeigt der Musterabdruckeiner Seite des Kataloges (s. Seite 21).
Das für den erstmaligen Druck des Katalogesgewählte System ist das folgende:
Allgemeines und Verschiedenes.
x. Zeitschriften.
2. Kalender.
3. Sammelwerke, Enzyklopädien.
4. Sprache, Schrift, Bücherwesen.