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Die Verwaltung und Einrichtung der Kruppschen Bücherhalle
Entstehung
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für das Publikum unmerkbar zu machen, wurdedadurch gehoben, daß die Ziffer, welche die Größen-bezeichnung eines Bandes angibt, direkt an die Zifferder Buchbezeichnung angeschlossen wurde. Danachbedeutet z. B. D 1342: Abteilung D, Band 134 derzweiten Größe.*)

Für die Kataloge der Bücherhalle erwächstdurch solche Vereinfachung der Buchmarke dieNotwendigkeit, jeden Band auf besonderem Zettelmit besonderer Nummer aufzunehmen. Wird demPublikum ein gedrucktes Bücherverzeichnis zur Ver-fügung gestellt, so ist es selbstverständlich sehrerwünscht, auch hier jeden Band unter seiner Be-zeichnung zu drucken. Die Anforderung, welchean das Publikum gestellt wird, ist in diesem Falleeine sehr geringe.

Der einzige Grund, welcher für Beibehaltungeines größeren bibliographischen Systems in Bücher-magazinen angeführt werden kann, kommt für dieBücherhalle nicht in Betracht: der Grund, daß eineAnordnung, wie die obige, es unmöglich macht, einbestimmtes Buch aus den Bücherräumen andersherauszufinden, als wenn man im Besitze seinergenauen Bezeichnung ist.

Die Kenntnis der Buchmarke, sobald ein Buchaus dem Magazin geholt werden soll, ist nämlichfür die Beamten der Bücherhalle schon darumerforderlich, weil die Bestände aus gesundheitlichenGründen und Gründen der Sauberkeit durchwegmit Umschlägen versehen aufgestellt werden. Aufdem Rücken der eingeschlagenen Bücher ist nurdie Buchmarke ersichtlich. So haben die Bücherihr Gesicht verloren; Farbe, Art des Einbandes,Rückentitel sind verdeckt, welche es sonst er-möglichen, im Magazin selbst, wenn schon mitZeitverlust und ohne Gewähr für ausreichendenErfolg, nach Büchern zu suchen. Es ist somitgleichgültig, welche Bände nebeneinander stehen,und für die Beamten werden die Bücherräume inWirklichkeit ein Magazin, welches sich bei plan-mäßiger Benützung der Kataloge schnell und sicherverwalten läßt und die Verwendung wenig kost-spieligen jugendlichen Personals gestattet.

*) Anmerkung. Man könnte ebenso die Größenbezeichnungvoranstellen, also statt D 1342 könnte man D 2134 markieren.Dann hört das scheinbare Springen der Ziffern auf.

Daß außerdem, wenn die Bücher in wenigengroßen Abteilungen aufgestellt werden, die verfüg-baren Räume besser ausgenützt werden können,als wenn bei einer großen Zahl von Unterabtei-lungen Raum für Zuwachs frei gehalten werdenmüßte, fällt ebenfalls ins Gewicht.

Die handschriftlichen Kataloge der Bibliothekwerden bei Durchführung eines so vereinfachtenMagazinsystems reicher, bleiben übersichtlich undsind leicht beweglich.

Es wurde zunächst ein alphabetischer Namen-katalog (s. Seite 46 f.) nach Dziatzkos Instruktion fürdie Alphabetisierung von Zettelkatalogen ausgeführt;nach Erscheinen der »Instruktion für die alphabe-tischen Kataloge der preußischen Bibliotheken«wurde diese letztere übernommen.

Die Ergänzung des Namenkataloges bildet deralphabetische Sachkatalog (s. Seite 47), in welchemauch die Titel der gesamten vorhandenen schön-wissenschaftlichen Literatur Aufnahme gefundenhaben. Entleiher, welche nur den Titel einer ihnenempfohlenen Unterhaltungslektüre ohne den Ver-fassernamen kennen, sind häufig. Nicht immer ist derAusleihebeamte in der Lage, die Auskunft zu geben,welche der Sachkatalog schnell gewährt.

Den Standort der Bücher im Magazin gibt derStandortskatalog (s. Seite 46/47) an. Es bestehen15 Hauptabteilungen:

A Allgemeines und Verschiedenes.

B Schöne Literatur.

C Literaturgeschichte.

D Geschichte.

E Lebensbeschreibung, Erinnerungen, Briefwechsel.F Geographie und Reisen, Länder- und Völkerkunde.G Naturkunde.

H Kunst.

I Kulturgeschichte, Mythologie, Sage, Märchen.K Rechts- und Staatswissenschaft.

L Philosophie, Theologie.

N Handel, Gewerbe, Technik, Haus- und Landwirt-schaft, Erziehung, Sport und Gesundheitslehre.O Heimatliches.

P Fremdsprachliches.

R Jugendschriften.

M und Q wurden nicht verwendet, um Ver-wechselungen vorzubeugen.

Die Größenklassen der Bücher (s. Seite 15, 51)scheiden sich in der Höhe von: