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Rath, Hof- u. Forstmeister zu Untern-Greiz historisch-genealogische Beschreibung des uralten adligen und gräfl. Geschlechtes Derer von Watzdorf 1740 : f. d. Mitgl. d. Geschl. Nebst e. lithogr. Kt. d. Watzdorf'schen Güter
Entstehung
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Sessionen, Löschungen von Hypotheken, Gelderhebungen undQuittungen betreffen, zu vertreten hat, sowie daß dessen Legiti-mation lediglich durch das Wahlprotocoll hergestellt wird. InFolge dieses Nachtrages vom 18. Mai 1854, confirmirt ä. ä.Dresden den 23. März 1856 wurde am 25. August 1856 eiuGeschlechtstag zur Wahl eines neuen Seniors des Geschlechtesausgeschrieben und auf selbigen der bereits in Function befind-liche Senior, Kammerherr Rudolph von Watzdorfauf Störmthal, aufs Neue erwählt. Nachdem diese Wahldurch das darüber aufgenommene notarielle Wahlprotocollgehörig constatirt und in den Zeitungen öffentlich bekannt gemachtworden war, sind bei den vorkommenden gerichtlichen HandlungenAusstellungen gegen die Legitimation des verwaltenden SeniorsSeiten der betreffenden Behörden nicht weiter erfolgt.

Anlangend nun das dem Geschlechte zustehende Vermögenund die hierzu gehörigen Fonds, so ist der erste Grund hierzugelegt worden durch die letztwilligen Verfügungen der FrauAebtissinMargaretha vonWatzdors zu Weißenfels,und zwar durch das Testament von 1562 und Codicill von1568, durch welche Stipendien begründet wurden, die denZweck hatten, junge Leute des von Watzdorf'schen Geschlechtstheils auf Universitäten, theils auf Vorbereituugsanstalten zurUniversität zu unterstützen. Als Vollstreckerin des letztenWillensder Frau Aebtissin Margaretha von Watzdorf war die Uni-versität Leipzig eingesetzt nnd hatte als solche nicht nurdie Aufsicht über jene Stiftung zu führen, sondern war auchgemeinschaftlich mit dem von Watzdorf'schen Geschlecht bei derVerwaltung derselben betheiligt. Leider fanden über dieseStiftung vielfache Streitigkeiten Seiten des Geschlechts und derUniversität Leipzig statt, unter denen die Stipendiaten am meistenzu leiden hatten, da in Folge derselben eine oft sehr unregelmäßigeBefriedigung der letzteren stattfand. Nach langen Verhandlungenwurden diese Streitigkeiten durch den Vergleich cl. ck. Leipzigden 18. April 1806, confirmirt den 27. Juni 1806, beigelegt.Den Bestimmungen dieses Vergleiches zu Folge bestehen zweiverschiedene Stiftungsfonds und zwar der eine für das stipku-