Erste Abtheilung.
1. Ursprung und Name.
Wie alle Berichte über die ältesten Zeiten in der Geschichteüberhaupt der Sage angehören, so auch die des von Watz-dorf'schen Geschlechtes. Mangel an historischer Kenntniß oderdie positive Absicht, ein recht hohes Alter der Ahnen darznthun,haben manchen Schriftsteller zu den lächerlichsten Behauptungenveranlaßt. Ohne nun gerade auch den Ausspruch jener Familie sanc-tioniren zu wollen, welche auf einem Bilde der Sündsluth einemeben untergehenden Mitgliede derselben gegen Noah in seiner sichernArche die Worte in den Mund legt: Lauvs/ los papiors <tk3(l . . . s, können doch Traditionen für eine gewisse Familie,und wär's für Manchen daraus nur der Curiosität halber,Interesse haben, und so möge denn nachfolgenden, von den Vor-gängern speciell für den vorstehenden Geschlechtsnamcn fleißiggesammelten, schon als einem kleinen literar-historischen Bei-trage, der Raum auch hier gegönnt werden.
Zunächst wird „von denen Vacaeis, einer spanischen Nation,angeführet, daß einige von solchen die Römer mit in dasteutsche Reich gebracht, sie an die Donau postiret und daselbstihnen einige Oerter zu dem Ende eingeräumet, daß sie widerdie Teutschen beständig Krieg führen und der Römer Grenzenbewachen sollten, wovon auch Cornelius Tacitus und Clau-dianus ein und das andere erwähnet; sich endlich nach ge-schehener großer Niederlage an die Franken ergeben und sichdann einige auf ihren Schlößern und Dörfern mit Beibehaltung