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3 (1871) A: Die Familie Carl Kähler. B. Die Familie August Kähler bis 1819
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1818.

Anerkennung aussprechen. Außer diesem setzten sich auch andereMitglieder der Akademie namentlich Cajetan von Weiller Hänleinund Schlichtegroll brieflich mit ihm in freundliche und erfreuende'Verbindung, und der Letztgenannte übersendete ihm einige seinerSchriften. Darauf bezieht sich die Großmutter in einem zweitenBriefe vom 9. August: Mit den Briefen aus München hast Dumir und dem Vater eine große Freude bereitet, die wir mehr-mals durchgelesen haben, und die ich immer wieder gern lesenwürde, so wichtig und erfreulich ist es mir, was Dir diese wür-digen Männer da schreiben. Du wirst ja zu einer neuen Arbeitaufgefordert; wenn jedoch diese guten Männer wüßten, wie sehrDein Körper der Erholung bedarf, so würden sie Dich nichtdarum mahnen." In dem schon erwähnten Brief an die Mutterschrieb sie:Ja wohl freue ich mich mit Ihnen, daß meinemguten August wieder einmal die tröstliche Anerkennung seinesredlichen Strebens noch Wahrheit von würdigen Männern zutheil-geworden ist, und ich kann es mit Ihnen fühlen, welche RührungIhre Herzen ergriffen haben muß. Die Briefe von Münchenlege ich bei mit herzlichem Danke. Sie haben bei meinem Manneso recht das Innerste der Seele aufgeregt. So herzlich er aberGott dafür dankt, daß er diese Kraft und Willen in seinen Sohngelegt hat, so besorgt ist er doch für seine Gesundheit, wenn erdiese Arbeiten fortsetzt. H Er mag nur diesen Stern, der inIhr trübes Leben siel, wie Sie Sich ausdrücken, noch lange inseiner Seele leuchten lassen; diesem werden mehrere folgen, woer es am wenigsten wähnt."

Ein solch neuer Stern schien den Eltern aufzugehen, als dieRegierung zu Magdeburg durch den erwähnten Befehl des Kö-nigs veranlaßt dem Vater die Pfarrstelle in Langenweddingenanbot. Das Bedenken der Großmutter vom 5. November lautete:Ihre eignen Angelegenheiten empfehle ich Gott. Jede ver-änderte Lage hat auch bei den besten Aussichten immer etwas,was uns nicht gefällt. Die Hauptsache ist hier freilich, daß derArbeiten für den guten August weniger sein müssen und die

1) bei der oben S. 393. geschilderten Weise gewiß nicht ohne Grund.2) Oben S. 391. 3) 1. Petr. S, 7.