1817.
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die zweite und drei ihrer Kinder H die dritte Jubelfeier der Reformation erlebt, aber keins meiner Enkel und nur die Ihrigenmöchten die nächstkommende erleben. Ich kann mich nicht ent-sinnen , daß je meine Eltern dessen erwähnt hätten. Es läßt sichdenken, daß dieses Fest nach damaliger Sitte hoch gefeiert wor-den; aber unendlich wichtiger ist es doch jetzt für uns durch dieAnnäherung der Neligionsverwandten geworden, und daß selbstKatholiken wenigstens in Deutschland freundlicher und zutrau-licher als in jenen Zeiten zu uns treten. So viel Sittenverderb-niß auch jetzt unter den Menschen herrscht, so sehr, däucht mich,erhebt sich doch ein gewisser religiöser Sinn, woran das Beispielfrommer Regenten, deren jetzt doch mehrere den Scepter sichren,gewiß keinen geringen Theil hat."
In diesem Jahre nahm Oheim Fritz zum letztenmale theilan der Weihnachtfreude in dem Hause seines Bruders und seinerSchwägerin. Zwar wohnte er seit der Heimkehr aus dem Feld-zuge nicht mehr bei ihnen, doch war er dauernd ein von allenFamiliengliedern gern und oft gesehener Gast. Die Großmutterschreibt am 25. November in Bezug darauf der Mutter: „ Ihnenund meinem guten Sohn August danke ich auf das herzlichste fiiralle geschwisterliche Liebe und Treue, die Sie Fritz erwiesen haben,wofür Sie Gott tausendfältig in Ihren Kindern segnen wolle."Er ging mit dem neuen Jahr als Justizamtmann nach dem fünfMeilen von Cottbus entfernten Finsterwalde. Von Weihnachtenund dem Scheiden schrieb die Großmutter am 18. Januar 1818:„Ja wohl haben Sie recht, daß das Andenken an Sie und anAlle, die in Ihrem Kreis uns angehören, in den Tagen derWeihnachtfreude sehr lebendig gewesen, wie auch meine Briefe,die den Ihrigen begegnet sind, davon gezeugt haben. Auch durfteich nicht zweifeln, daß dies eben so bei Ihnen gegen uns auf-leben würde, und mit gerührten: Herzen habe ich gelesen , wieSie Alle uns so gern dabei gesehen hätten. Wohl hätte ich dieseFreude mit Ihnen und Ihren guten Kindern theilen mögen,aber nicht den Schmerz bei der Trennung von Fritz. Mir warhier schon so weh nm das Herz, als er ging, da ich doch daran
1) k 5 VII 4. S. und 8.