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3 (1871) A: Die Familie Carl Kähler. B. Die Familie August Kähler bis 1819
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Ewigkeit mich mit ihr und mit meinem lieben Vater, den ichso früh verloren habe, aus Gnadeu um Christi willen wiedervereinigen möge."

Meine lahme Schwester Emilie wohnt ebenfalls bei mir,seit ich im Amte bin, und wird in meinem Hause bleiben, bisder Tod uns scheidet. Sie bewohnt ihr eigenes Stübchen miteiner Kammer, speiset aber natürlich mit uns gemeinschaftlich.Sie freut sich mit uns des lieben kleinen Wesens, durch welchesunser Familienkreis vergrößert worden ist, und lehrt dasselbestricken. Es ist mein und meiner guten Frau eifriges BestrebenEmilien unsere Mutter zu ersetzen, so weit das möglich ist."

Mein Bruder Alexander fungirt seit einer Reihe von Jahrenals Lehrer an einer Privatschule in Berlin. Die Theologie hater aufgegeben."

Mein Bruder Otto wurde im Anfange des Jahres 1834,als er in Greifswald die Arzeneiwissenschaft studirte, wegen seinerTheilnahme an einer verbotenen Verbindung in Haft genommenund im Herbste desselben Jahres, nachdem in Berlin über ihnentschieden war, auf die Festung nach Kolberg abgeführt. Beidem Regierungsantritte Friedrich Wilhelms IV. erhielt er dieFreiheit wieder. Das waren nicht blos für meinen Bruder,sondern für uns alle sechs traurige oder vielmehr schrecklicheJahre! Was meine selige Mutter damals gelitten und wie siegerungen hat mit Gott, würde, ich vergeblich zu schildern suchen.Die ersten vier Jahre der Gefangenschaft meines Bruders, dauns keine auch nicht die leiseste Hoffnung gemacht wurde, warenbisher meines Lebens allertrübste Zeit. Gott hat gnädig hindurchgeholfen und wieder bessere Tage über mich heraufgeführt. Meineliebe Mutter aber ruhet nun von dein Kampf und der Mühedieses Lebens und wird da oben das Licht erkennen, das sie hierunten dunkel sah, das wunderbar und heilig nennen, was uner-forschlich hier geschah. Otto bezog nach wieder erlangter Freiheitnoch auf zwei Jahre die Universität in Berlin, hat dort promo-virt und praktizirt jetzt als Wundarzt erster Classe zu Saratogamitten im Wartebruche. Da dieser Ort nur anderthalb Meilenvon hier entfernt ist, so sehen wir uns öfter. In: Jahr 1846