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Gudula, Priorin zu Gravenhorst, erhielt jährlich8 Thlr. und V 8 Wein. —
Adelheid und Catharina, beide Nonnen Sti Egidii inMünster, bekamen jährlich eine Lebensrente von je7 Thlrn. und, aus dem Zoll von Münster, 20 Schillingezu Opfergeld. Sollten indess wider Erwarten die ClösterGravenhorst und Aegidii zerstört werden, so versprichtBernhard diesen 3 Schwestern, ausser den angegebenenJahresrenten, auch freie Station auf dem Hause Ilülshoff. —In der Urkunde vom Jahre 1572, worin das Wit-thum der Mutter festgesetzt, wird dem Bernhard alsBedingung der Succession eine vollbürtige Heirath zurPflicht gemacht. Diese Bedingung erfüllte er bald dar-auf; denn am 14. December 1573 verlobte, und am30. April 1574 verheirathete er sich mit Catharina v.Gend aus dem Hause Wiesen bei Arnheim, Tochter desClaus v. Gend und der Anna v. Hepperod. CatharinensBruder, Friderich, war Oberhofmeister Amaliens, Pfalz-gräfin und "Churfürstin bei Rhein; ihre eine Schwester,Margaretha, war an Goswin v. Raesfeld, Erbmarschalldes Stiftes Essen vermählt, und die andere Schwester,Theodora, hatte den Freiherrn v. Palland zum Gemahl.— Laut Eheberedung vom 30. April 1574 erhielt Ca-tharina als vorläufigen Brautschatz das Gut Ilohenwaet.Dieses Gut verschrieb sie 1579 ihrem Gemahl als Leib-zucht, wogegen er ihr in seinem Testamente vom Jahre1589 sein sämmtliches Vermögen als Leibzucht überwies.Im Jahre 1598 trat indess Bernhard jenes Gut seinemSchwager Friderich v. Gend ab und bedingte sich nureine Leibrente von 50 Thlrn. —
Nach 16jähriger Dauer wurde diese, obgleich kin-derlose, glückliche Ehe durch den am 18. Februar 1590ganz unerwartet eintretenden Tod Catharinens aufgelöset.Sie starb plötzlich, am Schlagflusse, und liegt zu Münsterin Ueberwassers Kirche, vor dem Chor begraben. —
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