Druckschrift 
2 (1877)
Entstehung
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Herrschaften ließ er viele Wirthschaftsgcbändc errichten underbaute nach zwei Schlösser, eines zn Blumenau in Mahren,ein anderes zu Landskron in Böhmen, Erstcres besonders istdurch seine Größe und Höhe ausgezeichnet.

Sind die Palastbantcn in Wien, die heute noch in dermodernen vergrößerten und verschönerten Stadt unter allen Ge-bäuden in erster Linie stehen, allein schon geeignet, dem FürstenHans Adam ein bleibendes ehrenvolles Andenken zu sichern, sofügte er diesen Verdiensten noch ein besonderes um die Familiehinzu durch seine entscheidenden Bemühungen um die endlicheEinführung in das Reichsfürstcncollegium und die dadurch ge-wonnene Unmittelbarkeit,

Es war vor allem nothwendig, um zu solchem Ziele zugelangen, reichsunmittelbare Besitzungen zu erwerben. Eine solcheGelegenheit zeigte sich im Jahre 1699, da die zum schwäbischenKreise gehörige Herrschaft Schellenberg zum Verkaufe kam. Diesedamals mit der Rcichsgrnfschaft Vaduz vereinigte, am Rheinzwischen Tirol und der Schweiz gelegene Herrschaft hatte imLaufe der Zeiten schon verschiedene Herren gehabt. Ursprünglichden Herren von Schellenbcrg gehörig, kam sie nach diesen imJahre 1317 an die Grasen von Werdenberg, von diesen an dieGrafen Brandis, darnach an die Grasen zu Sulz, und endlich1613 durch Verkauf mit Vaduz an Caspar Grafen Hohcncms.Unter diesem Hause kamen die Herrschaften oder vielmehr diesesHauS selbst kam in große Roth und Bcdränguiß, woran dieHohencmscr wohl theils selbst, theils auch die Kriegsereignisseschuld waren. Es mußten Capitalien aufgenommen werden,ebensowohl in den beiden Herrschaften wie auswärts; die Steuern,auch die Reichsstcuern, welche das gräfliche Haus übernommenhatte, konnten nicht gezahlt werden; es häuften sich Schuldenauf Schulden, daß die Summe auf 191.936 Gulden wuchs unddie Interessen mehr betrugen als die Einkünfte. Die Unter-thanen waren bedrückt und zogen es lieber vor, abzuziehen und