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13. Januar dcs genannten Jahres venn Kaiser mitgctheilt, umin der Titulatur ihreS Präsidenten sich darnach zu richten ^),doch wird er in kaiserlichen Schreiben selbst schon früher (1619)als geheimer Rath bezeichnet. Er selbst versetzt die Ernennungin das Jahr 1621.
Im Jahre 1616 am 24. Janunr verlor Gundacker bereitsseine Gemahlin Agncö, mit welcher er eine stattliche Reihe vonTöchtern hatte, deren später gedacht werden wird. Zwei Jahredaraus vermählte er sich wieder mit Elisabeth Lucrezia vonTeschcn. Diese Hcirath wurde durch den Cardinal von Dietrich-stcin gestiftet und fand auch in dessen Gegenwart „in dem Lust-garten zu Eiögrub" am 23. April statt, zugleich mit der Ver-mählung von des Fürsten Karl Tochter Anna Maria mit demGrafen Maximilian von Dictrichstein-). Elisabeth Lucreziastammte aus dem alten schlesischen Herzogshause der Piasten.Sie war die Tochter dcs Herzogs Adam Wcnzeslaus zu Teschenund seiner Gemahlin Elisabeth, dcs Herzogs Gotthard in KurlandTochter. Ihre Großmutter Sidonia Katharina war eine Tochterdes Herzogs Franz I. von Sachsen-Lauenburg. Adam Wenzel vonTeschcn hinterließ nur zwei Kinder, den Herzog Friedrich Wil-helm, der als sein Nachfolger und letzter Herzog von Teschenohne legitime Nachkommen 1625 starb, und Elisabeth Lucrezia,Gundackers zweite Gemahlin. Die übrigen Kinder waren frühergestorben. Da mit dem jungen Friedrich Wilhelm das schlesischeHaus der Herzoge zu Teschen zu Ende ging, so war auch Elisa-beth Lucrezia Erbtochtcr und Gundacker verfehlte nicht, wieweiter unten folgen wird, Ansprüche für sie zu erheben. Siewar im evangelischen Glauben erzogen worden, trat dann aberbei ihrer Vermählung zum Katholicismus über. Dasselbe geschahmit dem jungen Herzoge Friedrich Wilhelm, der noch eine Zeitlang nach dem Tode seines Vaters unter der Vormundschaft
') Archiv dcs Finanzminist.
2) Lucae, Schlesiens Denkwürdigkeiten I. 682.
Falke, Liechtenstein. II. Bd. 18