Druckschrift 
2 (1877)
Entstehung
Seite
274
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Gundackers und des Erzherzogs Kurl, Bischofs zu Breslau,stund. Vergebens Hutten die Agunteu, die Herzoge zu Briegund Liegnitz, dagegen protestirt

Die eigentliche politische Bedeutung GuuduckerS beginntsofort mit den Ereignissen des dreißigjährigen Krieges. Duinulsnoch im Jahre tti18, unter Kaiser Matthias, übernahm er eineGesandtschaft an die schlesischen Stände. Dieselben hatten sichfrüher durch Tractatc verpflichtet, den Böhmen Hülfe zu leisten,wenn es sich um einen Kampf für ihre Religion handelte. Hierzuwurden sie nun auf das Dringendste von Böhmen, das zum Kriegebereit war, aufgefordert. Die Schlesier erkannten ihre Verpflich-tung an, waren aber mit dem Vorgehen der Böhmen keines-wegs einverstanden, sondern strebten vielmehr nach einer Ver-mittlung bei dem Kaiser selbst, sowie durch die Erzherzoge.Unter diesen Umständen erhielt nun Gundacker, der durch seinezweite Vermählung den schlesischen Fürsten und Herren nähergetreten war, den Auftrag, den schlesischen Landtag zu bewegen,den Böhmen die geforderte Hülfe zu verweigern.

Seine Sendung war von keinem Erfolge begleitet, wie erselbst in dem oben bereits erwähnten Memorial mittheilt, vor-zugsweise deßhalb, weil er die Instruction zu spät erhalten, umnoch eine Aenderung der verkehrten Punktationen zu ermöglichen.Er erzählt, er wie seine Mitcommissarieu, die Herren von Burg-hausen, schlesischer Kammerpräsident, und der Landeshauptmannvon Zedlitz, seien abgereist ahne Instruction mit dem erhaltenenVersprechen, daß man sie ihnen nachschicken werde. Erst nachihrer Ankunft in Breslau, am Abend bevor sie die Propositionendem Landtage zu machen gehabt, hätten sie dieselben erhalten,so daß sie kaum Zeit gefunden, dieselben durchzusehen. Da habeer denn alsbald gefunden, daß die Propositionen nicht der Artgewesen, um Erfolg zu haben. Wäre ihm aber die Instructionnoch in Wien übergeben worden, so wäre Zeit gewesen, die

>) Lucas, a. a. O. I. 68V.