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HauseS. Bisher hatte sie keine» andere» Herr» gehabt; damalsaber mit deS AnfstandeS beschuldigt, sollte sie dieses Recht ver-lieren und wurde dem Fürsten Karl übergeben. Sie unterwarfsich, hörte aber nicht ans, dagegen sich zu verwahren, da sie sichjenes Vergehens unschuldig wußte. Später wurde auch die Un-schuld anerkannt, und noch Kaiser Ferdinand II. machte 1632die Schenkung wieder rückgängig, setzte die Stadt in ihre vorigeFreiheit und hob alles ans, waS inzwischen geschehen '). Mährisch-Trübau, Hohenstadt, Eisenberg waren dagegen nach mannig-fachen Besitzern und Schicksalen im Mittelalter, im sechözchntcnJahrhundert sämmtlich im Besitze der Boöcovitze gewesen, jeneranderen schon früher ausgestorbenen Linie, welche nicht von denLiechtensteinern, sondern von dem jungen Ladislaus Welcn vonZicrotin beerbt worden war. Dieser Ladislaus wurde einer derFührer des mährischen Anfstandes und der Landeshauptmanndesselben. Nach der Schlacht an? weißen Berge wurde er flüchtig,und seine sämmtlichcn Güter wurden eingezogen. Auch die StadtSchönberg war in? Mittelalter landesfürstliche Stadt gewesen,jedoch im Anfang des sechszehnten Jahrhunderts an die Zierotingekommen, von welchen sie 1562 ihre Freiheit zurückgekauft hatte.Nichtsdestoweniger wurde sie 1622 an Fürst Karl mit den übri-gen Herrschaften übergeben. Goldenstein war in? Mittelalter in?Besitz der Waldsteine gewesen und kam im fünfzehnten Jahr-hundert ai? die Familie von Zwola, dann iin sechszehnten anZierotin, darnach an Wrbna und wurde endlich von diese??? 1615an Hans Peterwaldsky verkauft. Dieser, ein Theilnehmer desAnfstandes, erfreute sich nicht lange des Besitzes. Er verlor dieseHerrschaft und seine anderen Besitzungen nach der Schlacht amweißen Berge ^). Alle diese Städte und Herrschasten zusammen-genommen, nahe bei einander in? Olmützer Kreise gelegen, bildeten
>) Wolnh, Markgr. Möhren V. 132.
2) lieber die Geschichte dieser Herrschaften s. Wolnh, V. s. v.;desgl. Quellenschriften zur Gesch. Mährens I. 1. Chroniken von M.-Trübauund Schönberg.