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2 (1877)
Entstehung
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einen höchst bedeutenden Complex und schlössen sich an die übrigenBesitzungen, einerseits Troppau, andererseits Anssce vortrefflichan. Der gesmmntc Schätzungswerth war ans 600.000 Guldenangeschlagen >).

Dieser Complex van Herrschaften, mit welchem der Kaiserdie Verdienste des Fürsten Karl um ihn und das Haus Habs-burg belohnte, war aber nicht das einzige Zeichen seiner Aner-kennung und Dankbarkeit, nach der einzige Vorthcil, den FürstKarl aus der Wendung der Dinge und aus seinem treuen Fest-halten an der kaiserliehen Sache zog. Die Schlacht am weißenBerge und ihre Folge beendete nicht nur den langen Streitüber Troppau, in dessen ungestörten Besitz der Fürst noch nichthatte gelangen können; der Kaiser fügte auch dem HerzogthumTroppau noch das benachbarte schlesische Herzogthum Jägerndors,das gleichfalls durch den Aufstand erledigt worden war, alsSchenkung hinzu. Fürst Karl erhielt es als Manneslehen fürsich und seine Erben.

Bei dem Ausbruch des Aufstandes hatten sich, im Gegen-satz gegen die Bürgerschaft, die wie im Anfang so auch jetztdem neuen Herzog treu blieb, die Troppauer Stände gegen denKaiser erhoben, hatten den Fürsten Karl seines Rechtes oderseines Besitzes für verlustig erklärt und den Markgrafen JohannGeorg von Brandenburg, den damaligen Herzog von Jägern-dorf, zu ihrem Führer angenommen. Allein nach der Schlachtam weißen Berge und der Niederwerfung des Aufstandes inBöhmen und Mähren vermochte sie der Markgraf nicht zuschützen, obwohl er bis an sein Ende (er starb flüchtig zuLeutschau 1624) den Krieg gegen den Kaiser zu führen trachtete.Im Jahre 1622 schickte der Kaiser eine Commission nach Troppau,der streitigen Sache ein für allemal ein Ende zu machen, dieStände zur völligen Unterwerfung unter den Fürsten Karl zu

st Dudik, Mährens Geschichtsquellen I. 131.