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Die nächste größere Erwerbung ist die vem Troppan, wor-über ausführlich berichtet worden. Bei dein Beginn des böh-mischen Krieges standen die Geldangelegenheiten des Fürsten sogünstig, daß er dem Kaiser ein Anlchcn von einer halben MillionGulden anbot. Es wurde (am 24. Deccmbcr 101!)) befohlen,mit dem Fürsten darüber zu verhandeln. Im nächsten Jahre,1620, bot er abermals hunderttausend Gulden an, womit eraus die Grafschaft Mitterbnrg verwiesen werden wollte. Eswurde am 20. Juni der Befehl ertheilt, ihm darüber drei Ver-schreibnngen zu verfassen >). Im folgenden Jahre kaufte seinBruder Gnndacker die beiden Rebellengüter Weißwasser undHühnerwasser (welcher Kauf jedoch rückgängig wurde), wäh-rend er selbst durch kaiserliche Schenkung die HerrschaftenMährisch-Trübau und Hohenstadt „sammt den dazu von Altersgehörigen und alienirten Stücken und Gütern", dann die Herr-schaften und Städte Neustadt und Schönberg, Goldenstein undEiscnbcrg als böhmisches Lehen erhielt. Das Dccrct des Kaisersdatirt ans Wien vom 15. Januar 1622, die Cession vom15. März; am 5. desselben Monats wurde dem Cardinal Diet-richstein, als damaligem Statthalter von Mähren, die Ueber-gabe der genannten Güter aufgetragen. Am 10. Mai wurde inTrübau dein Fürsten „von der Stadt und Herrschaft im Bei-sein der hierzu berufenen Herren Commissaricn mors solitoder Gehorsam angelobt"^). Gleichzeitig (am 0. März) erhieltFürst Karl durch kaiserliche Resolution alles Silberzeug geschenkt,welches Pfalzgraf Friedrich in Prag hinterlassen hatte und welchesals gute Beute mit Beschlag belegt worden war^).
Von jenen Städten und Herrschaften blieb die landeöfürst-liche mährische Stadt Neustadt nicht im Besitze des fürstlichen
>) Archiv des Finanzminist.
-) Liechtenstein. Archiv II. I. 2; Archiv des Finanzminist.; Mähr.Quellenschriften I. I. 329.
2) Liechtenstein. Archiv X. 78. Es ist nichts davon erhalten ge-blieben.