Druckschrift 
2 (1877)
Entstehung
Seite
140
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Znaim, Jglau, und andere als Bürgen stellten. Am 23. Jnli1599 erlegte Kurl wiederum ein Durlehen nun 30.000 fl,in das Hofkriegszahlamt, welche Sunune ihm aus der mährischenKriegscemtrilmtion zn Michaelis wieder gezahlt werden sollte,wozu im September ein weiteres Darlehen in Silbergeschirrkam, im Werth van 8109 Thalern. Im nächsten Jahre<46. Oetobcr 1000) stellte Karl sich als Bürgen für eine Kriegs-zahlung van 137.772 Gnlden, »m Hoditzky'S 500 Reiter unddas Brennerische Regiment deutscher Knechte befriedigen zu können,desgleichen in dem nächsten Jahre für verschiedene größereSnmmen, einmal für 117.333 Gulden zur Bezahlung desKriegs-valks, für ei» Darlehen von 100.000 Thalern, für ein anderesvon 24.000 nnd ein drittes von 100.000 Gulden, während erselbst mit seinen Brüdern am 15. März 1001 eine Summevon 100.000 Thalern als Darlehen in das Kriegszahlamt er-legte. Dafür wurden ihm Hypotheken auf verschiedene Reichs-lehen, Lupfen, Stühlingcn, Howe» gegeben, und im Fall diesenicht mit Recht erhalten werden könnten, auf die HerrschaftSteher in Oesterreich.

Auch in den folgenden Jahren fuhr Karl von Liechtensteinfort mit Gelddarlehen in staatlichen Verlegenheiten. Mehrfacherscheint er als Bürge für Summen, die von anderen dargeliehenwerden. Am 12. Januar 1602 wird der Hoszahlmeister durchkaiserlichen Erlaß daran erinnert, daß Karl und seine Brüdermit ihrer ausständigen Proviantschuld zu 42.430 Thalern aufdie böhmischen Contributionsrestanzen zur Zahlung verwiesenworden sind. Am 30. März wird dem Rentdiener in Mährenauferlegt, die an Karl von Liechtenstein noch ausständigen In-teressen von? Jahre 1001 mit 0663 Gulden zu bezahlen unddie von den 205.838 Gulden bis auf künftigen Gcorgi noch ge-bührenden Interessen mit 7975 Gulden. Am 28. März 1602bekenntKaiserRudolf, daß Karl zu Kriegsausgabcn 100.000Thnlcrhergelieheu habe, die noch in demselben Jahre aus der von denmährischen Ständen bewilligten Summe für den Feldzug rückgezahlt