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2 (1877)
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werden solle». Im Jahre 1603 lieferte Karl für 16.200 GuldenGetreide und anderen Proviant für die Truppen. Am 4. Augusterhielt die böhmische Kammer den Befehl, in Abschlag seinerverschiedenen bei Seiner Majestät stehenden Gcldpostcn ihm30.000 Thalcr auszuzahlen, und am 24. August der Rcichs-pfcnnigmeister denselben Befehl für 10.000 Thalcr. Die sännnt-lichen Forderungen Karls von Liechtenstein bcliefen sich im Jahre1000 laut einer Abrechnung am 20. und 28. Mai auf410.000 Gulden, wovon 318.473 nebst einem Zuschlag von30.000 Gulden am 7. November auf die Grafschaft Glatz ver-sichert wurden. Außerdem aber, daß Karl so mit seinem eigenenBermögen helfend eintrat, diente er auch bei zahlreichen Ver-handlungen über Darleihen, Lieferungen, bei Militärzahlungenund ähnlichen Angelegenheiten als erster Commissär des Kaisers.Solches geschah auch in den folgenden Jahren, wo er als Landes-hauptmann von Mähren fungirtc. Von den Geldangelegenheitender folgenden Jahre, die ununterbrochen fortgehen, sei nur er-wähnt, daß im Jahre 1609 seine Forderungen von 70.000 ThalerGlatzer Versicherung, dann von 195.000 Thalern ans das Burg-grafenamt in Prag, ans die böhmischen und schlesischen Kammer-gefälle angewiesen werden.

d. Zweite Periode. Antcr Kaiser Kudolf und Matthias. Erhebungin den Mirstenstand-

Bei weitein bedeutsamer als alle die erwähnten Aushülfenin finanziellen Verlegenheiten waren die Dienste, welche Karlvan Liechtenstein bei Hof und in den öffentlichen Angelegenheitendem Kaiser Rudolf zu leisten vermochte. Im Jahre 1593 warer Kriegshauptmann des Hradischer Kreises, 1595 wurde er Bei-sitzer des Landrechtcs und 1599 Obcrstlandrichter von Mähren.Doch schon im folgenden Jahre wurde er des Oberstlandrichter-amtes wieder entbunden, nicht ohne eine bedenkliche Lücke und