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anticipircn, da er die Wiederbczahlnng nuö den Liechtensteinischen100.000 Thalern unfehlbar zu erwarten habe. Mittlerweilewurden van Karl einstweilen 80.000 Thaler ans dieses Dar-lehen erlegt und ihm am 4. Juni bedeutet, daß ihm darüberzwei Vcrschreibnngen, jede zu 40.000 Thalcr eingehändigt werdenfallen, und daß ihm die eineil 40.000 Thaler von den Ständenund Städten Mährens nach in demselben Jahre, die anderenaber mit Sicherheit in zwei Jahren bezahlt würden. Aus Weite-rem ist zu ersehen, daß auch der Rest ans die 100.000 Thalervan den Liechtensteinischen Brüdern oder van Karl richtig erlegtwurde. Nur crfvlgte die Rückzahlung zum Thcil in andererWeise, nämlich durch den Kauf des Städtlcins Auspitz snmmtden Dörfern Klein- und Groß-Starwitz und dem zum KlafterWclchrad gehörigen Dorfe Priklach, welche zusammen auf56.000 Thaler geschätzt wurden. Hierbei mußte Karl aber eineEntschädigung an die Aebtissin zum Königskloster in Brünn,sowie an die Aebtissin in Welehrad übernehmen. Die obigeSumme wurde von dem Darlehen abgezogen, mit der Versiche-rung, daß der Rest in zwei Jahren gezahlt werden solle. Dadie Kaufsumme erlegt war, und die Stadt nicht sofort über-geben wurde, so erhielt Karl noch am 13. April 1599 die halb-jährlichen Interessen mit 1680 Thaler ausgezahlt. Eine Summevon 16.666 Thaler, welche Karl schon früher auf Auspitz dar-geliehen hatte, sollte innerhalb zwei Jahren in zwei Hälftenzurückgezahlt werden.
Am 30. Juni 1598 wurde dem Kaiser zu wissen gethan,daß Karl von Liechtenstein 1050 Gulden zum Proviant hcr-geliehcn habe, und im nächsten Jahre hatten die Brüder vonLiechtenstein für verschiedene Lieferungen zum Proviantwesen eineForderung von 45.000 Gulden, wovon ihnen auf Abschlag20.000 bezahlt wurden, während (mittelst Vcrschrcibnng vom13. April 1599) ihnen die übrige Summe vom Jahre 1600au aus den Biergroschengefälleu in Mähren in zwei Jahrenausgezahlt werden sollte, wofür sich die Städte Olmütz, Brünn,