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waren, befanden sich anch Heinrichs jüngerer Brnder GeorgHartmann nnd Wolfgnng von Liechtenstein I. Zwei Jahredarauf, 1584, wurde Heinrich als kaiserlicher Gesandter mitreichen Geschenken zum Sultan Amurath nach Constantinopclgeschickt, nachdem vorher eine Verlängerung des Waffenstillstandesans acht Jahre abgeschlossen worden. Unter den damaligen Ver-hältnissen war dieser Auftrag nicht ohne Schwierigkeit nnd zeigt,welches Vertrauen sich Heinrich bereits erworben haben mußte.Er zählte damals dreißig Jahre und war mittlerweile Oberst-hofmeister des Erzherzogs Matthias geworden, den er in denzunächst vorausgegangenen Jahren nicht verlassen zu habenscheint. Seine Instruction, die sich im Liechtensteinischen Archivnebst anderen auf diese Reise bezüglichen Documenten erhaltenhat 2), ist von Kaiser Rudolf am letzten Juli 1584 zu Pragausgestellt worden. Sie lautete dahin, daß er die Verehrung anKleinodien und Geschenken, welche der Kaiser im achtjährigenFrieden dem Sultan versprochen, diesem zu überbringen habe,wie nicht minder auch die anderen Geschenke, welche für diePaschas und andere Personen bestimmt waren. In Gran solleer dem Sandschak das kaiserliche Schreiben überreichen und ihnersuchen und ermahnen, daß er seinerseits den abgeschlossenenFrieden unverbrüchlich halte, insonderheit auch seine Kriegsvölkeran Strcifereien und Räubereien in das kaiserliche Gebiet ver-hindere, und dann demselben die ihm zugedachten Geschenke ein-händigen. Aehnlich lautete der Auftrag für den Pascha in Ofen,dem der Gesandte ebenfalls Credenzschrciben zu überliefern hattemit der Ermahnung, aller dem Frieden zuwiderlausenden Hand-lungen sich zu enthalten und den Seinigen die Einfälle, dasRauben und Plündern nicht zu gestatten, wogegen er sich des-selben von Seite der Kaiserlichen zu versehen habe, welche alleszur Erhaltung des guten Friedens und der Nachbarschaft thunwürden. Darnach habe er ihm wie auch seinen Leuten die
>) Khevenhillcr, L.nnÄtss I. 239.
2) X. 57.