Druckschrift 
2 (1877)
Entstehung
Seite
105
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Waltersdorf. Alle diese Güter besaß nach dem Vertrage JohannSeptimins allein. Da aber der andere Theil, die Söhne seinesBruders Hartmann, den Anspruch an die Hälfte hatten, so tratJohann Septimins ihnen dafür die Herrschaft Herrenbaumgartensammt allem Zugehörigen und allen davon abhängigen Ort-schaften ab. Sollte aber dieses den jungen Brüdern nicht ge-nügen, so erklärte sich Johann Septimins noch bereit, von derErbschaft seines Bruders Georg Erasmus noch Reinthal nebsteinigen Einkünften und Rechten von anderen Ortschaften ab-zutreten.

Es folgt nun von den Kindern Georg Hartmanns, welchees zu längerem Leben brachten, die älteste Tochter Anna Su-san na. Sie war 1549 geboren, vcrhcirathetc sich 1568 mitdem Grafen Bernhard von Harbeck und starb im Jahre 1596 >).Von den beiden nächstfolgenden Schwestern Snsanna Johannaund Esther starb die erste, wie oben angegeben, ganz jung; diezweite, von welcher wir den Todestag nicht wissen, blieb ledig.

Heinrich (geboren 1554 und gestorben 1585), das achtein der Reihenfolge der Kinder Georg Hartmanns, war eigent-lich der jüngere seines Namens, denn es hatte schon einenälteren Bruder Heinrich gegeben, geboren 1548, aber bereits1551 wieder gestorben. Ihm erging es ähnlich wie seinemBruder Georg Erasmus. Noch jünger als dieser ereilte ihnunerwartet ein allzu früher Tod und entriß ihn seiner Lauf-bahn, die er schon in jungen Jahren mit großen Ehren verfolgthatte. Ihm war bei der Thcilung des väterlichen Erbes dieHerrschaft Hohenau zugefallen, Anfangs, so lange er unmündigwar, unter der Verwaltung seines Bruders Sebastian. Schonfrüh trat er in kaiserliche Dienste. Im Jahre 158? war erKammerherr des Erzherzogs Matthias und begleitete denselbenzur Zusammenkunft mit Kaiser Rudolf auf den Reichstag nachAugsburg. Unter denen, die freiwillig im Gefolge des Erzherzogs

>) <üe. 38.