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2 (1877)
Entstehung
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ungeachtet des starken Widerstandes der Venctianer unter vielemBlutvergießen erobert und der Feind daraus versagt. Der Kaiserhatte Anfangs die Absicht gehabt, von hier aus den Angrifffortzusetzen, änderte aber den Plan. Die nachfolgenden Ereig-nisse dieses Krieges müssen wir hier übergehen, da wir vonGeorg von Liechtenstein zunächst keine weitere Erwähnung finden.

Im Jahre 1511 begegnen wir ihm wieder in dem italie-nischen Feldzug, und zwar mit dem Titel eines obersten Feld-hauptmanns. Damals befehligte er neben dem Bischof Christophvon Laibach und Christoph von Rogcndorf die kaiserlichenTruppen, welche mit den Franzosen unter La Palisse verbündetim Trevisanischen an der Piavc standen ').

Von hier aus machten aber die deutschen Hanptleute denVorschlag, mit ihren Truppen nach Friaul zu ziehen und dieseProvinz dem Kaiser wieder zu unterwerfen, während die Fran-zosen bei Treviso stehen bleiben sollten, um die Angriffe derVenetianer abzuwehren. Den Franzosen gefiel Anfangs dieserPlan nicht, doch wurde er endlich, nachdem sie für zehn Tageihre Zustimmung gegeben hatten, in Ausführung gebracht. DieDeutschen zogen gegen Friaul unter Anführung des LaibacherBischofs und Georgs von Liechtenstein, von denen wir einenBericht an den Kaiser haben, datirt aus dem Lager zuColo-rita bei der Weiden" (San Vito?) vom 21. September 15112).Sacile und Pordenone (Tschytscheyl und Portenaw) nebst anderenOrtschaften huldigten dem Kaiser sofort, sodann ergab sich Weiden,in welchem Orte die Venetianer auf schnellem Rückzug vielGeschütz und Pulver als Beute für die Sieger zurückließen.Mit dem Geschütz, das man hier erbeutet hatte und zu dem manweiteres Geschütz und auch Kriegsvolk aus Görz bestellt hatte,rückte man aus Gradisca, das nur von vierhundert Reitern,zweihundert Mann zu Fuß und einigen Bauern vertheidigt

') Freher, Lerixtorss II. 646.

9 Stuttgarter Bibliothek X. 332 (Chmel).

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