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2 (1877)
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wurde und das man alsbald mit dcui vcnctinnischen Befehlshaberiu seine Hände zu bckoimnen hoffte. Nach der Einnahme vonGradisca, meinte man, inüsse das ganze Friaulcr Land und auchCividale fallen. Doch werde man kaum in zehn Tagen fertigwerden können, und die unterzeichneten Befehlshaber, der Bischofund Georg, baten daher den Kaiser, an den französischen Feld-Herrn La Palisse zu schreiben, daß keine Ungelcgenhcit entstände,wenn ihr Zug sich um fünf Tage verspäte. Für den Anfangwenigstens hatte auch dieser Zug den beabsichtigten Erfolg; auchUdine ergab sich und Gradisca wurde bestürmt und eingenommenund der venetianische Befehlshaber Alois Mocenigo gesangengenommen. Ganz Frianl wurde für den Kaiser erobert, dochfiel es noch in demselben Jahre den Venetianern wieder indie Hände.

Etwas vor diese Begebenheiten, aber wahrscheinlich in das-selbe Jahr und in jene Zeit, als Georg von Liechtenstein mitden Franzosen gegen Venedig stand, fällt ein französischer Brief,unterzeichnet von Rigault d'Onrelle, aus Tricnt vom 11. Augustohne Jahr datirt, worin die Meldung gemacht wird, daß Georgvon Liechtenstein zur Zahlung seiner Kriegsvölker die Summevon drei- bis viertausend Thalern verlangt habe, und daß ihmdieselbe auch ausbezahlt worden sei >). Wir haben weiter nochdie Nachricht aus diesem Jahre, daß er mit Wilhelm von Rogen-dorf Kriegsvolk herbeigeführt, als Georg von Frondsberg vorTreviso stand2). Dies war eben vor dem Aufbruch nach Frianlgeschehe».

Im Jahre 1512, als Gaston von Foix die Schlacht vonRavenna gegen die Venetianer und Spanier mit Hülfe derdeutschen Landsknechte gewann, war Georg nicht in Italien,wenigstens nicht bei jenen Begebenheiten. Er war vielmehr indiesem Jahre mit der Macht des schwäbischen Bundes als oberster

') Stuttgarter Bibliothek X. 47K.

2) Spangenberg, Adewspicgel II. 231. 235.