und warfen stürmende Landwehren herab, mußten denselben aberwieder aufgeben, als sie van allen Seiten umzingelt wurden.Tapfer schlugen sie sich durch '). Bald darauf verließ der Kaiserdas Heer und ließ Sixt va» Trautsohn, Marx Sittich van Embsund Georg van Goldcck zu Hanptleutcn zurück. Trautsohn ließsich gegen den Rath des kriegserfahrenen Marx Sittich von denVenetianern in einen Hinterhalt locken und erlitt eine vollstän-dige Niederlage, in welcher Marx Sittich und Georg von Goldecknebst anderen Hauptlenten zu Gefangenen gemacht und nachVenedig geführt wurden. Ob Georg von Liechtenstein mit indieser Schlacht war und das Schicksal seiner Genossen thcilte,wird nicht gesagt. Im nächsten Jahre war er wie Georg vonGoldeck wiederum mit dem Kaiser.
Dieses Jahr 1509 war das des großen Bundes gegenVenedig, der Ligue von Cambray, welche der Kaiser, der Papstund König Ludwig XII. abgeschlossen hatten. Da der deutscheReichstag nicht beitrat, so bot Maximilian seine Erblande auf.Das Land ob der Enns bewilligte von zweihundert Pfund Herren-Gülten ein gerüstetes Pferd und zwei Fußknechte. Oberster Feld-Hauptmann darüber war Georg von Scherffenberg und mit ihmwaren Hauptleute Georg von Liechtenstein, als Herr von Steiereckein Oesterreicher, sodann die Brüder Wilhelm und Wolfgangvon Zelking, Sebastian von Traun und Achaz von Losenstein 2).Der Kaiser gewann wieder, was er im vorigen Jahre verlorenhatte, und schickte sich an, die Stadt Padua zu belagern. Beidieser Gelegenheit stoßen wir wieder auf Georg. Als der Kaiser,so lesen wir 3), den Angriff auf die Stadt beschlossen hatte,schickte er in der Frühe des Morgens Georg von Liechtensteinmit seinen zweihundert Pferden und Georg von Goldcck mitvier Fähnlein deutscher Knechte sannnt einem großen Geschützean die Brücke und Vorstadt Santa Crocc. Diese wurde
') Fuggcr, Ehrenspicgel 1246.
2) Preunhuber, ^.nn-rlss 189.
2) Fugger, Ehrenspiegel 1266.