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5 (1875) Livland und seine Geschlechter : II. Bd.: Livlands Adel, insbesondere das Geschlecht Stael v. Holstein
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er bis dahin die Verwaltung seiner Güter durch seineOrdensglieder führen liess und, wegen der unauf-hörlich zuströmenden Kreuzfahrer, um Mitkämpferund Stützen seiner Macht nicht verlegen war, destofrüher aber bei den Königen von Dänemark undden Bischöfen.

Der König vor allen hatte, wegen seiner Ent-fernung von Esthland und dessen zeitweisen Unzu-gänglichkeit für die Landes-Verwaltung und Ver-teidigung getreue, kräftige und thätige Männernotwendig, deshalb schuf er sich in Wirland undllarrien durch Belehnung mächtige Grundbesitzerund erweiterte ihre Besitzrechte durch Vererbuugs-rechte von Vater auf Sohn und durch einen Ober-gerichtshof mit geschworenen Richtern aus ihrerMitte (pares curiae). An der Spitze der Verwaltungstand der Burghauptmann (capitaneus) von Reval.

Die erste Bildung dieser bevorzugten Classegeschah auf Kosten der Krone. Die BurgmanuschaftRevals war der Anfangspunkt und müssen die ur-kundlichen Beweise in dem Copenhager Archivegesucht werden. Das livländische Urkundenbuchliefert nur Folgendes:

1254 werden Theodoricus und Henricus deKvnckle, Henricus de Beksliowede, Wogene,Ecbertus,Wilhelmus de Brema, alle Ritter (Mi lites) und Conra-dus de Starke, als königliche Vasallen aufgeführt.1259 schickt die gesammte esthländische Vasallen-schaft eine Schrift au den König Christoph, worinsie ihn bittet, den von ihr mit dem Bischof vonReval geschlossenen Vergleich über die Beisteuer zuden bischöflieben Synodalreisen zu bestätigen. AlsEsthländer Vasallen treten darin 15 Personen auf,nämlich: Herr Jacob Ramessun, Capitaneus und dieHerrn Thuvo Paltessun, Thideric de Kivele, Hel-mold, Hinric, Herbert, Florentius, Gevehard, Ecbert,