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In den Landstrichen um Kukenois (Kokenhausen)und Ascheraden, 1211, und auf der Insel Oesel 1234standen Landesälteste dem Volke vor, dagegen wal-teten 1229 und 1230 in Curland die Grundbesitzer,theils selbst, theils mit und unter einem Könige 2 ).
Die Semgaller erkannten verschiedene Herren(Fürsten ?) über sich, wie die Schrift der RigaerKirche an den Papst gegen den Deutschen Ordenvon 1299 beweisst (populus Semgallensis et singuliejus domini).
Diese ursprünglichen Zustände wurden, wie gesagt,
Anhöhe an der Düna, wurde 1239 vom Bischöfe Nieolausvon Riga unter Beihülfe der, Ordensritter zu einem Castrumerweitert. Von den beiden anderen, sogenannten, Städten,besteht jetzt nur noch Seswegen, eine unbedeutendeOrtschaft mit einem grossen Kirchspiel im vormaligenKreise Wenden. Der Rigaer Bischof erbaute dort 1399ein jetzt zerstörtes Schloss. Unter. Stadt (Urbs) ist alsoim obigen Falle nur eine Burg, etwa wie Terwetten zuverstehen und unter Kirchspiel ein Bezirk von mehrerenQuadratmeilen. So heisst es vom Johannis Kirchspiel beiseiner Einverleibung 1773 in den Perauer Kreis „es zähle20 Quadratmeilen und 3000 Einwohner, mit dem Zusätze:mancher Pastor des Pernauer Kreises müsse 20 Meilenfahren, um eine Predigt zu halten. Städte in so kleinemMaasstahe, bestanden einstens auch in Deutsehland, voneiner solchen Fahne's Herrn v. Bocholz Theil I. Abthl. I. S.101 und 105.
2 ) Vertrag des päpstlichen Legaten Balduin mit demKönige Lammechinus und den curländischen Grundbesitzernaus 14 Ortschaften (terris) vom 28. Dezember 1229.Vertrag desselben Legaten mit Grundbesitzern aus 14 anderencurländischen Ortschaften, vom 17. Januar 1230, sowie Be-lehnungsurkunde desselben Legaten vom 1. April 1234.Verträge mit den Oeselanern von 1241 und 27. Aug 1255.Nach Urkunde des Bischofs Herman von 1284 war damalsdie Stellung der Oeselaner trotz ihrer noch fortfungirendenLandesältesten, schon bis zur Grenze der Hörigkeit herab-gedrückt.