II. Sic StjMficit unh drafcitvon Horstmar und Ahaus oder Nahaus.
orstmar, ein Schloss auf einer Anhöhe ander Nordseite der Stadt Horstmar, 3 Meilennordwestlich von Münster gelegen und imJahr 1635 3. Januar auf Befehl des Hessi-schen Commandanten zerstört, war einst Sitz sehrmächtiger Dynasten, welche in einem quergetheiltenSchilde einen gekrönten Löwen führten. Ihr sehr an-sehnliches Gebiet, anfänglich Theil des Bructerer Landes,kam später an das Stift Münster und gab einem Amteseinen Namen, welches nach Wolbeck das grösste desStifts war ; es erstreckte sich über 33 Kirchspiele,welche 1770 monatlich 4880 Thlr. 25 Schilling (1 Thlr.= 28 Schillinge) Steuern zahlten. Es gehörten dazufünf Städte, nämlich:
1. Horstmar, an das erwähnte Schloss, dessenCapelle 1312 erwähnt wird, angebaut. Sie hatte 18201112 Einw. 211 Wohnh. Ihre Kirche, der h. Gertrudgewidmet, war bis 1811 Collegiat-Kirche mit einemDechanten, Scholaster und mehreren Canonicis, vondenen ersterer neben dem Pfarrdienste die Functionen