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2,1 (1866) Geschlechter und Sitze
Entstehung
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eines Archidiaeönus versah. Sie hat ein grosses, kürz-lieh unter der Kalkkruste neue entdecktes Wandge-mälde, darstellend den berühmten Kriegshelden undDiplomaten Bernard von Horstmar, der sieh schon beiseinen Lebzeiten den Titel: „der Gute" erwarb. Erist zn Pferde dargestellt und steht unter dem Bildefolgende schon von Schalen') und Rolevinck-) mit-getheilte Inschrift, betreffend sein trauriges Ende 1227vor Coevorden:

Annis bis denis, septenis mille ducenisAd vada vacciua patuit miserauda ruiuaBernard. Tyronis in festo Pantaleonis.

Dit was de beste in sinen dagen.

Dat boret man von beiden und Christen sagen.

Ick will ein nennen up den portVor Covort ward er ermord.

Auch in dem Giebel eines Hauses findet sich nochjetzt das Bildniss jenes Bernard in Stein gehauen ausdem Jahre 1382 (?) ; ich tlieile eine Abbildung auf Tafel 1davon mit.

Die Stadt hatte viele adlige Burgmänner (sieheunten), denen seit dem Uebergange des Gebiets andas Stift Münster der Stadtrichter, den sie wählten,einen besonderen Eid leisten musste. Sie zahlte 1770dem Stift Münster monatlich 52Thlr. Steuercontribution.

2. Coesfeld (sprich Coosfeld) im Jahre 1023Cosuelda, Stadt an der Berckel. 1820 2482 Einw. 381Wohnh., nach Münster damals die grösste Stadt desStifts, einst mit bedeutendem Handel und zur Hansagehörig. Sie hat zwei Pfarrkirchen: ad stum Lam-bertum et ad stum Jacobum, letztere mit einem bewun-derungswürdigen Portale. Auch hat sie ein wunder-thätiges Marienbild, welches Veranlassung zu vielem

') Annal. Paderb. ad aniium 1227.

2 ) De situ et moribus Westphalorum p. 3. Cap. 8,