Der Drachenfels im Erz-Gebirge.
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unabweisbar der Gedanke auf, dass auch die Wolkenburg an der Muldegleich dem Drachenfels im Erzgebirge, den beiden benachbarten, einund demselben Geschlechte gehörigen Burgen im Siebengebirge ihrenNamen zu verdanken haben werden? — Zumal der Heinrich v. Drachen-fels von 1212 ein und dieselbe Person sein wird wie der Heinrich vonWolkenburg von 1185 und 1193, der Solln nämlich von Gotfried, dergewöhnlich sich von Wolkenburg, 1176 aber auch von Drachenfelsnennt. Nicht unwahrscheinlich ist es, dass eben dieses Gotfrieds Ge-nial in eine Tochter des Colditz'schen Geschlechtes und die Erbin derMeissen'schen Güter gewesen ist, welches dann Veranlassung gewesensein wird, den Burgen, die auf diesen Besitzungen neu erwuchsen, dieheimathlichen Namen Drachenfels und Wolkenburg zu geben.
Nicht die letzte Urkunde, welche in diesen Landen der Drachen-felse gedenkt, ist die vom 25. Juli 1304, ausgestellt zu Lichtenwaldebei Chemnitz, dem Sitze einer Herrschaft, welche nicht minder derFamilie von Colditz angehört hat. (Märcker Burggrafen von Meis-sen S. 251.) In eben derselben bezeugt Heinrich von Schellenberg,welcher Landes-Hauptmann und Provinzialrichter des Pleissener Lan-des genannt wird, dass Conrad genannt Tunwald (wird wohl Cunwold,welches wie Cunz eine Namensform von Conrad ist) von Kauffungen(ein bei der Wolkenburg gelegenes Dorf), das Dorf Tepel (das heutigeTöpeln westlich von Döbeln) dem Kloster Buch überlassen habe, undzwar: praesentibus nobili (bus) viri (s) Domino Erkenberto buregraviode Starkenberc, Heinrico de Trachenvels, Johanne de Luterbach,ministerialibus imperii Heinrico de Schenitz, Theoderico de Vranken-berc, Tutone de Scheschowe (Schöttgen uudKreysig diplomat. II.222.). Heinrich v. Drachenfels, der hier unmittelbar hinter dem Burg-grafen v, Starkenberg erscheint, welches auch sonst nach dem unferndes Drachenfels im Erzgebirge gelegenen Städtchen Stollberg, de Stal-burg sich zu nennen pflegt, und dessen Geschlecht nach dem beiGrimma gelegenen Orte Deben auch unter dem Namen der Burggrafenvon Dewin bekannt ist, erhält also hier nicht allein das Prädikat no-bilis vir, sondern auch, als sicheres Zeichen, dass hiermit die höhereNobilität ausgedrückt werden soll, im ausdrücklichen Gegensatze zuden zuletzt genannten drei Reichsministerialen.
Jedenfalls also wurden, wie dies nicht minder die Urkunde Kai-ser Otto's IV. von 1212 beweiset, in diesen Landen die Herren von
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