Der
Drachenfels im Sieben-in Sang und Sage.
Gebirge
W as die stolze Inschrift am Felsenthore zu Salzburg von ihremErbauer sagt: Te saxa loquuntur; das gilt vom Drachenfels, von demman behaupten kann, dass er durch seine pitoreske Erscheinung eineWeltberühmtheit erlangt hat, auch noch in einem anderen Sinn; manbraucht nur auf die Dome in Cöln und Bonn, für welche er seinemächtigen Steinbrüche eröffnet hat, zu schauen.
Unter dem Titel: „Dombausteine" verdanken wir eine lehrreicheAbhandlung dem Oberbergrath und Professor Dr. Nöggerath (Köl-ner Domblatt 1843 No. 39. 41. 43.), worin eine Geschichte der Stein-brüche am Drachenfels gegeben wird. Wir erfahren hieraus nicht bloss,dass das Hauptmaterial, aus welchem der Dom zu Cöln erbaut wordenist, dessen Baugeschichte nach den Ergebnissen von Urkunden in derVorrede zu Laco nablet Urkundenbuch für die Geschichte des Nieder-rheins (II. p, XVI.—XXVII.) klar gelegt ist, in Werksteinen aus demTrachyt des Drachenfels bestehe; sondern es wird auch ausdrücklichhervorgehoben, dass bereits die Römer die Steinbrüche am Drachenfelsbetrieben haben müssen, da die in ihrer Eigenthümlichkeit nicht zu ver-kennenden Werkstücke dieses Gesteins an manchen architektonischenResten sich vorfinden, welche wir z. B. in der Alterthümer-Sammlungzu Bonn erblicken, die verschiedene römische Votivsteine enthalten,die unverkennbar vom Drachenfels-Trachyte sind. — „Auch die Werk-steine am Münster zu Bonn", sagt'Nöggerath an einem anderen Orte
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