Der Drachenfelä im Erz-Gebirge.
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ger Mulde), Albertus Burggravius de Aldenburc (zu Altenburg imPleissner Lande), Gunzelinus Dapifer (des Kaisers Truchsess aus demGeschlecbte der Edlen von Wolffenbüttel, der allein zu Goslar sichals Geissei stellen sollte), Henricus de Coldiz (zu Colditz an derZwickauer Mulde), Henricus de Widha (der Edelvogt von Weida ausdem Reussischen Stamme), Henricus de Drackinvelz, Henrichsde Crematzove (zu Crimitzschau an der Pleisse), Hermannus de Scho-neburc (zu Schönburg in Glauchau an der Zwickauer Mulde). —Der correcteste Abdruck dieser wichtigen, oft mitgetheilten (Madermonum. Brunsvic. p. 126. Mencken Script, rer. German. III.1130. Scheidt orig. Guelf. III. 807. Kreysig Beiträge z. Ilist.d. Sachs. Lande II. 5.) Urkunde befindet sich bei Pertz monum.Germ. IV. 219. — Also mitten unter lauter bekannten, entschie-den dem dynastischen Stande angehörigen Persönlichkeiten, die mitAusnahme von des Kaisers Bruder und Truchsess sämmtlich denLanden der Meissener Mark, des Osterlandes und Thüringens ange-hören, finden wir einen Heinrich von Drachenfels. Grund genug an-nehmen zu dürfen, dass auch er Staudesgenosse der übrigen Bürgen,und dass sein Sitz in dem oben nachgewiesenen Drachenfels im Erz-gebirge zu finden sei. Das aber schliesst die Möglichkeit nicht aus,dass wir es hier mit dem Heinrich von Wolkenburg zu thun haben,der schon in Urkunden des 12. Jahrhunderts am Niederrhein vorkommt(Regesten No. 25. 29.).
Nach einem, nicht wie gesagt wird zu Weimar, sondern im Ge-hei men Staats-Archive zu Dresden befindlichen Originale theilt Lep-sius (Geschichte der Bischöfe von Naumburg S. 307) eine zweiteUrkunde vom Jahre 1271 mit, laut welcher Bischof Dietrich vonNaumburg auf Bitten des Deutsch-Ordens-Provinzials Albert von Am-mendorf die von dem Edlen Herrn Heinrich Reuss von Plauen alsPatron, und von dem Bischof Udo, als Diöcesanherrn, im Jahre 1140bereits der Pfarrkirche zu Reichenbach (im Vogtlande) ertheilten Pri-vilegien bestätigt. Den Beschluss der Zeugen macht: dominus po-merarius de Traclienfels miles. — Das Wort pomerarius, wel-ches weder als Vorname, noch als Amt, ja überhaupt nicht, einenSinn giebt, werden wir unbedenklich als einen Druck- oder Lesefehlerzu verwerfen haben; vielleicht steht pui'gravius da, wie dann auchkurz voilier von dem dornino Meinhardo de Wolfticzt burggravio Cie-zensi (von Zeitz) die Rede ist. I^ehler kommen übei'haupt auch sonst