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Die Edelherren, Burggrafen und Freiherren von Drachenfels
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Der Drachenfels in Erz-Gebirge.

inacher I. 152.). Ferner haben wir hier Drakendorf bei Lobeda unfernJena zu nennen, nach welchem sich ein anderes bekanntes Geschlechtdie v. Puster zu schreiben pflegten: denn schon 1284 erschienen zuLobeda: Conradus miles de Drac.hindorff dictus Puster, JohannesPuster filius suus miles, Burgoldus miles dictus de Drachindorff.(Schöttgen und Kreysig diplomat. II. 381). Endlich die v. Brach-stedt, welche einen goldenen Drachen im blauen Felde führen, ein seitdem 3. Oct. 1663 als adelich anerkanntes Hallesches Pfänner-Geschlecht(Köhne Preuss. Wappenb. III. 8.).

Dies Alles nur zum Beweise dafür, dass gleich mit dem Beginneder Germanisirung dieser slavischen Lande ostwärts der Saale derDrache in der Topographie eine bedeutende Rolle spielt; und so er-scheint denn auch der Name Drachenfels im Erzgebirge als einedirecte Uebertragung nach dem Sorbenlande und zwar von dem Sie-bengebirge her, um so unzweifelhafter, als wir glauben darthun zukönnen, dass die in diesen Landen auftretenden Edelherren von Dra-chenfels auch in den Personen dieselben sind, welche wir am Nieder-rhein wiederfinden. Es wird fernerhin ein ganz entschiedener Tractusnicht abgeläugnet werden können, der im 11. und 12. Jahrhundertgerade zwischen dem Cölnischen Niederrhein und dem TranssalischenSlavenlande stattgefunden hat; wir wollen hier nur an die Niederrheini-schen Colonien, die ins Besondere den Naumburger Sprengel unterseinem Bischof Wichmann, den nachmaligen Erzbischof von Magde-burg berührten, erinnern, und der nahen Beziehungen gedenken, inwelchen das von dem Erzbischof Anno II. von Cöln fundirte Benedic-tiner Kloster Saalfeld zu seinem Mutterkloster, der in der Nähe desDrachenfels gelegenen Abtei Siegburg stand, die in der Zahl ihrerAebte auch einen Drachenfels aufweiset.

Nun zu den Urkunden. In einem Bündnisse, welches KaiserOtto IV. zu Frankfurt am Main am 20. März 1212 mit dem Mark-grafen Dietrich von Meissen und der Ostmark schloss, finden wir als

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Bürgen, welche der Kaiser dem Markgrafen anbot, und die verpflichtetsein sollten, als Geissein, mit Ausnahme des einen, dem Goslar ange-wiesen wurde, in Meissen sich einzufinden für den Fall eines Vertrag-bruches Seitens des Kaisers, folgende Personen namhaft gemacht:erstens des Kaisers eigenen Bruder, nämlich den Pfalzgrafen Heinrichbeim Rhein; dann: Albertus de Arnistein (zu Arnstein im Mansfeld-schen), Gerhardus Burggravius de Litznic (zu Leisnig an der Freiber-