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Die Edelherren, Burggrafen und Freiherren von Drachenfels
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Der Drachenfels im Erz-Gebirge.

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Der Drachenfels im Erz-Gebirge.

Zwischen den kleinen Städten Stollberg, Hartenstein, Lossnitzund Zwönitz im Erzgebirge liegt ein Berg, der Drachenfels genannt.

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Ob auf demselben Spuren einer Burg zu finden sind, habe ich zu er-mitteln nicht vermocht; es kann aber wohl kaum einem Zweifel unter-liegen, dass wir hier den Sitz jenes Edlen Geschlechtes zu suchenhaben, dem wir in verschiedenen Urkunden des Meissner- und Oster-endes begegnen, und welches, wie wir sehen werden, in dem innigstenZusammenhange zu dem Niederrheinischen Geschlechte steht. Wennv. Mering (Geschichte der Burgen etc. 1. 25) von einer Burg Dra-chenfels in Böhmen spricht, welche in diesem Lande aber nirgendshat aufgefunden werden können, so scheint dies eine Verwechselungmit eben dem Drachenfels zu sein, den wir im Erzgebirge nachgewie-sen haben.

Wir begegnen auch sonst noch in diesen germanisirten Slaven-ländern sowohl in den topographischen Namen, wie in den innig damitzusammenhängenden Namen der Adelsgeschlechter, und zwar stets alsein Zeugniss deutscher Einwanderung, dem Drachen, z. B. Drachenau,Drachendorf, Drachenstedt. So finden wir bereits in einer Urkundevon 1157 des Bischof Bertold von Naumburg einen Edelherru Otto deThraconov (Thuringia sacra p. 661) genannt. Zu demselben Geschlechtegehören Margaretha von Traclienawe Kellnerin und Anna von Tra-chenawe Küsterin des Jungfrauenklosters Frankenhausen an der Pleisse,die im Jahre 1465 für Titze von Traclienawe und seine Söhne Hans,Jan und Ulrich eine Memorie stifteten. (Schöttgen und Kreysigdiplomatar. II. 521.). Das nordwestlich von Frankenhausen unfernSchmollen gelegene heutige Dorf Drogen, bereits 1140 Drogane inpago Plisna (Lepsius Gesch. d. Bischöfe von Naumburg S. 246.)scheint der Stammsitz dieser Familie von Drachenau zu sein. Dasheutige Dragsdorf südöstlich von Zeitz, allem Anscheine nach dasDrogis einer Urkunde von 1069, jedenfalls das Dragendorf von 1121(ibd. S. 227. 148.) ist hier ebenfalls zu nennen. Gleichfalls ist das heu-tige Drags- oder Draxdorf im Amte Weida, welches 1209 Trachens-dorf genannt wird (Schultes director. diplom. II. 462) der Stammsitzder bekannten Sächsischen Familie von Drachsdorf (Wappen bei Sieb-