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Die Edelherren, Burggrafen und Freiherren von Drachenfels
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Der Draelienfels in den Vogesen.

seeliger erschossen wurde, auf dem Sonntage vocem jucunditätis(10. Mai) angesteckt und verbrannt. Aus dem gemelten SchlosseTrachenfels ist vor Jahren gross Rauben geschehen, hat viele Gemei-ner auf dem Haus gehabt, dieselben , auch andern vom Adel, so der-malen auf den Häusern im Wassgau gewohnet, welcher Schlösser dieBauern viel im Bauernkriege zerrissen worden." Die Trümmer dieserBurgen krönen noch heutigen Tages die Gipfel der Vogesen.

Es beruht somit auf einer blossen Verwechselung, wenn v. Me-ring (Geschichte der Burgen etc. I. 30) von dem Drachenfels imSieben-Gebirge berichtet, dass derselbe das Unglück gehabt habe,von300 Sickingenschen Reitern auf den 10. Mai 1523 überfallen und desfolgenden Tages völlig zerstört und verbrannt zu werden."

Aber noch gegen eine andere Verwechselung muss der Nieder-rheinische Drachenfels geschützt werden, wenn es nämlich in einervon 14061476 reichenden Speierschen Chronik beim Jahre 1459 fol-gendermassen heisst:In demselben jar iimme sant Michels dag danam der pfalzgraff daz sloss Stoltzoneck aber in und dreibe Hornicken(Horneck von Hornberg) dar von und sprach zu im, er gewen vil Un-willens von im von etlicher fursten und herren wegen, die wile er inhilt, also kam Horniclc off daz sloss Drachenfelss ginsit Rinesund raubte do off hertzog Ludwig und uff die Lynyngschen, de findtwaz er auch." (Mone Quellensammlung der Badischen Landes-geschichte I. 425.) so würde man freilich, annehmend den entschie-den linksrheinischen Standpunkt des Schreibers der Speierschen Chro-nik, das jenseits des Rheines gelegene Schloss Drachenfels, amrechten Rheinufer, also in dem Sieben-Gebirge zu suchen genöthigtsein. Aber dennoch lehrt der Zusammenhang unbestreitbar, dasswie auch Mone annimmt nurder Diachenfels bei dem Dorfe Busen-berg an der Strasse von Bergzabern nach Dahn" verstanden werdenkönne; jedoch ohne dass ich wie dieser daraus folgere, dass hierausder rechtsrheinische Wohnsitz des Verfassers dieser dem Chronistenvon Speier mitgetbeilten Nachricht sich ergebe; vielmehr halte ich dieBezeichnungDracheufels jenseits des Rheins" dadurch gerechtfertigt,weil hier von der Versetzung des von Horneck von seiner am Neckargelegenen Burg nach dem auf der anderen Seite des Rheins gelegenenDrachenfels die Rede ist.