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1 (1865) Zwölftes bis funfzehntes Jahrhundert
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Klosters als nunmehrigen Lehnsherrn. In Hascldorf lagen vonden 34 Hufen 17^, von welchen zu Lehn trugen: Gardunns Edelervon Hadmerslebcn, des Grafen Otto Onkel, zehn, Hermann vonHohem und sein Bruder zwei, Heinrich von Winningcn zwei, Gere- ^bode und sein Bruder Johannes zwei, Droisckc und sein BruderHeinrich von Kroch er eine, und Evcrkc Kruch eine halbe Hufe.

Wir erfahren also aus dieser Urkunde, daß Droiseke undHeinrich von Kröcher als Lehnsträgcr der Grafen von Ascanien,nachmals des Klosters Michaclstein, eine Hufe zu Haseldorf besaßen.Weder vor noch nach dieser Zeit ist wieder von diesem Bcsitzthumdie Rede').

Buchholz in der Altmark.

Am 14. November 1296 wurde von Droiseke und seinem Bru-der Heinrich von Kroch er mit dem Stift S. Nicolai zu Stendalein Kaufvertrag dahin abgeschlossen: daß Droiseke und seine Sohne,sowie sein Bruder die Verpflichtung übernahmen, sämmtliche Güter,welche sie in dem Dorfe Brmlrolta (Buchholz) zu Lehn besaßen, demStift, sobald sich dieses das Eigenthum verschafft haben würde, zu

U U. B. I, 26. — Haseldorf — so wird berichtet — lag unweit Schadeleben.Es war darin ein Benedictiner-Mönchskloster befindlich und es soll mit diesem all-mälig eingegangen und versunken sein, nachdem durch Aufführung eines Dammes imJahre 1485 die Selke abgeleitet und der Ascherslebcr oder Gatersleber See ent-standen war, welcher im Anfange des 18. Jahrh, wieder trocken gelegt ist. (Leuck-feld, ^.utigu. Li'öuinA. S. 264, vergl. auch Leuckseld, ^.»tiPi. iAnolmsIst. S. 62und Beckmann, Historie von Anhalt III, V, 432). Es grenzte wahrscheinlich un-mittelbar mit Hargisborf (vergl. Riedel, Cod. II, 1, 93, Beckmann a. a. O. V,II, 80, Erath, Loä. äipl. (Zueälind. S. 914), welches Dorf lange wüst war, aberim 18. Jahrh, unter dem Namen Königsaue wieder aufgebaut worden ist (Abel,Halberst. Chronik, S. 612). Beide Dörfer scheinen zu der alten Grafschaft Ascaniengehört zu haben, die nach dem Tode des Fürsten Otto zu Anhalt 1315 vom BischofAlbrecht von Halbcrstadt in Besitz genommen wurde und worüber der Streit sich bisins 18. Jahrh, hingezogen hat. — Es giebt übrigens noch ein anderes wüstes DorfHaseldorf, das bei Hafselfelde unweit Blankenburg belegen war, aber nach Obi-gem, insbesondere mit Rücksicht auf die Beziehungen zu Hargisborf, hier nicht ge-meint sein kann.