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1 (1865) Zwölftes bis funfzehntes Jahrhundert
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ten Wirrnisse die Verluste für das Geschlecht von Kröchcr wesentlichmit herbeigeführt worden sind').

17. Johann.

Johann, der Stifter der märkischen Linie des Geschlechts, istvermuthlich ein Sohn Bertrams (2.) und ein jüngerer Bruder Al-brechts (3.). Wir erfahren von ihm nicht eher etwas, als aus demJahre 1273. Zu dieser Zeit war er bereits Ritter und wird alssolcher von da ab in allen Urkunden, worin er vorkommt, bezeichnet,nämlich entweder ausdrücklich Ritter genannt, oder es wird ihm, wasdasselbe bedeutet, der Titel ckomiuus (Herr) beigelegt. Da Johannvor dieser Zeit nicht erwähnt wird, so scheint es fast, als habe erseine früheren Lebensjahre im Auslande zugebracht.

Die erste Urkunde, in welcher er vorkommt, ist eine am 15. Sep-tember 1273 zu Dosse ausgestelltes, wodurch die MarkgrafenJohann, Otto und Conrad von Brandenburg dem KollegiatstiftcS. Nicolai zu Stcndal die seither von Conrad von Revelde besessenenGüter zu Bcescwcge übereignen, ckolmunos cls ICrookreroir nimmthier unter den weltlichen Zeugen nach dem Grafen Günther von Liu-dow und dessen Sohn, dem cdelcu Herrn Walter von Arnstcin, denersten Platz ein, vor den anderen Personen des Nitterstandcs.

Am 13. Januar 1274 ist ckollaunss cls Oruelroro Zeuge zuNobel, als Nikolaus,' Heinrich, Johann und Bernhard von Werledem Kloster Amelungsborn das Dorf Klcin-Berlin verkaufen I. Es

1) Nicht lange vor dieser Zeit, nämlich im Jahre 1310/ sind Heinrich und Jor-dan v. Kröcher wenigstens noch im Besitze eines Schlosses (Friedrichsdorf), nach dieserZeit aber findet man nichts mehr davon erwähnt, daß die Familie eigentliche Schlösserbesessen hätte, wenngleich auf einigen von ihren Gütern (Lohm, Schwarzholz) Burgenoder befestigte Häuser sich allerdings befanden. (Vergl. v. Raumer, Aelteste Gesch.u. Verf. der Mark Brandenburg S. 85 u. folg. über den Unterschied zwischen solchenBurgen und den Schlössern mit bevorrechteten Territorien.)

-) U. B. I, 5.

2) U. B. I, 6. — Die Herren von Werle waren eine Seitenlinie des meklen-burgschcn Fürstenhauses, welche vom 13. bis Anfang des 15. Jahrhunderts blühte.