beschiiben dahin schicken, bunder ward erteilet, daz mein herre, so er vonlanden muzte, wol einem seinen gewalte in den sachen geben möchte,in sulcher maze, ob den selben oder Marquarden leibes oder eliafte notiite, daz ii yglichei einen andern mit seinem gewalte auff den obgenantentage schicken muge: also hat mein herre herrn Ernfride von Seckenndorff,hawbtman etc., vor vns des seinen vollen gewalt vnd machte gegeben. Dortzuward erteilet, das der seilte herr Ernfride, ob mich auch ehafte oder leibesnot inte, einen andern richter an mein stat, der im dann geuellich were,setzen mag, on alles geuercle. Mere ward erteilet, daz mein herre die weyleder obgenant lehen vnd guten in stiller gewerde beleiben vnd sitzen soltevnd claz ich yglicher partey, die daz begeret, diser vrteil ein schritte vntermeinem insigel geben solte. Geben zu Cadoltzpurg am sontag nach sandMatheus tage des heiligen zwelffpoten vnd ewangelisten, nach Cristi vnsersherren gepurte viertzehenhundert vnd dornach in dem funfftzehenden iaren.
Diplomat. Francon. im lönigl. ^rtnss. Jjatiä-Srdjiut ;n llrrlin.
Yon dem Archivar Stieber 1781 zu Ausbach „nach deueu bey allhiesigem hochfürstl. geheimen Archiv
vorhaudeneu Origiualien" amtlich beglaubigt.
Vergl. Nr. 544 und M. Z. VII. Nr. 558 und 5G7.
') Dieses ist das in M. Z. VII. Nr. 5G7 Anm. 1 als fehlend bezeichnete erste Urtheil. — Dieses zweiteUrtheil vom 7. November 1415 ist nicht zu finden, wird aber erwiihnt M. Z. VII. Nr. 56G. —
DXXXVIII.
Idjnlöliricf ks lisdjnfe JnJjaiin nun Bürjtiiirggfgtn kn lnrggrnfcn Jüljimn nnn Inriiüerg iiürr 500 dkilkntum kr Birkrlnsnng kr Jtok iitgngni.
2. October 1415.
Wir Johanns etc. bekennen etc., dass wir recht vnnd redtlich schuldigworden sein vnnd geltenn sollen dem liochgebornen herrn Johannsen burg-qeauen zue J\Yirmberg vnnd allenn seinen erbenn funffhundert Minische güldenvon des auffwechsels wegenn des goldtes, damit wir vnnser stiffts theileann Kitzingen vonn in geloset habenn; dieselben funffhundert gülden derehegegenanten wehrunge haben wir für vnns, vnser nachkommen \ nd stifftdem ehegenanten vnserm herrn burggräuen vnnd seinen erben geredt vndversprochen gutlichen vnnd vnuerzogenlichen ausszurichten vnnd wider zubezahlen zu Kitzingen uff clisen nechsten st. Peters tag, als er vft den stuelgesetzt wardt, oder in acht tagen daruor oder darnach, genzlichen vnnd gahr,