II. Lehngüter von Kurmainz.
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wenn sie, ohne Einwilligung des Lehnsherrn und der Lehnsnach-solger contrahirt wären, für ungültig zu erklären, die übrigen Crc-ditorcn aber anzuhalten, sich eine allmälige Abtragung der Schuldennach der Priorität gefallen zu lassen, damit das altväterliche Stamm-lchcn erhalten werde. Es ist nicht bekannt, in wie weit diesem^ Antrage Gehör gegeben worden ist; jedenfalls ist es kein adligerAnsitz geblieben, sondern gehörte nebst dem Hofe Rumcrode demBesitzer von Bescnhausen, ist jetzt aber an den Ökonom Lorenz verkauft.
Unterhalb Wiesen seid, im ehemaligen Gericht Greifcnsteinliegt das Dorf Sickenrode, welches eine Zeitlang ein hanstcini-schcs Besitzthmn war. Curd von Haustein, der bekannte kaiserlicheOberst, erwarb es für sich und seine Lcibcserbcn als MainzischesLehen. Sein einziger Sohn hatte aber um das Jahr 1577 dasSchicksal, durch einen Sturz vom Pferde das Leben einzubüßen,worauf das eröffnete Sonderlehcn wieder eingezogen wurde. (Wolf,Gesch. d. Eichsf. 2. B. S. 39.)
Oberhalb dem Hess. Dorfe Vaterode, liegt daöDorfWüst-häutcrode an einem Wässerchen, das unterhalb die Walscbach bil-det; und macht mitMacken rode ebenfalls einen Theil des GerichtsHaustein. Nach einer Urkunde v.24. Aug. 1338 (Urkb. 93) verkauftel das Martinöstift zu Hciligenstadt sein Dorf H ad ew arter ode jetztI Wüsthäutcrode an Johann, Thilo und Heinrich, Heinrich Burchard- und Ditmar von Hanstein für 50 Mark löth. Silbers (Urkb. 97).
Zum Gericht Hanstein gehört ferner dasDorfFrcttcrodc,! Fredcwartcrode.
Der Besitz dieses Dorfs war ursprünglich unter mehrcrn Fa-I milien getheilt, was aus den noch vorhandenen Urkunden hervorgeht,s Am 19. Dec. des Jahrs 1338 (Urkb. 97) schenkt Hugo v. Geislcdcn,Scholastcr in Heiligenstadt, den vierten Theil des Fretterodcr Zehn-tens an eine Vicarie zu Heiligenstadt. Im Jahr 1364 am 6. Jan.(Urkb. 142) verkauft Tilo vom Rusteberg, Ritter, seine Hälftean dem „Wcdegute" zu Frcttewartcrode an Tilo und Heinrich vonHanstein, Brüder und Heinrich von Hanstein und dessen Söhne,sin 134 Mark und 1373 (Urkb. 157) verkauften Otto, Ritter,-Hlo, Knappe, Gebrüder von Kerstlingerode dem Heinrich undWerner von Haustein aus ewige Zeiten ihre Hälfte des Dorfes,
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