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1 (1856)
Entstehung
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107
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II. Lehngüter von Kurmainz.

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Pflicht" gaben auch ohne Zweifel Veranlassung zur Erbauung derNittersitzc, damals, als sich, wie es im Zcugcnverhör heißt,dieJunker in die Gründe zogen", folglich im 16. Jahrhundert. Ihrergrößern Entfernung von der Burg hatten die Gebäude es zu ver-danken, daß sie nicht, wie die Ansitze in Bornhagcn, im 30jährigcn-I' Kriege in Flammen aufgingen, sondern ziemlich verschont gebliebensind. Die noch vorhandene Lchnspccification von 1673 hatte ohneG Zweifel Hans v. Haustein auf Oberstem zum Verfasser, weil derselbedarin anführt, «daß der Höchste ihn mit Söhnen reichlich gesegnet",indem er deren 16 hatte, und war an den Kurfürst von Mainz ge-richtet, indem Schloß und Haus Haustein darin den Anfangmacht. Dies beweist zugleich, daß die beiden Nittersitzc oder Höfe zuSteina Mainzisch Lehn waren, wozu sie auch in allen späternLehnbriefcn und Specifikationen, namentlich in dem letzten von1864, gerechnet wurden. Die oben als Plcssifche Lehen «2 Höfeunterm Hanstein gelegen" gehören also wohl zu den in Born-hagcn. Es heißt 1673 in jener Hinsicht, «deren Nittersitzc vndtgebende Ober- und Nieder-Steina annoch in esse, aber auch mitSchulden behaftet sind, welche die jetzige beschere zu tilgen vndt. abzulegen, euscrst beflißen sein." (Urkb. 616.)

Äcr Nittersitz zu Nieder- oder Untersten! ist von JostAvon Hanstein und Anna von Hardenberg 1544 errichtet,»wie deren Wappen, Namen und Jahrzahl am Hause beweisen.IDies Gut wurde 1739 in zwei Antheile getrennt, welche der Staats-Iministcr Freiherr von Haustein zu Casscl, dermalen Senior der Fa-Imilie, beide getrennte Antheile durch Kauf wieder zu einem GuteIvereinigt hat. (1846.)

Der Nittersitz Obersten! ist von Heinrich v. Hanstein»und Amclic v. Wangenhcim errichtet und von ihnen das nochWvorhandcne Haus 1582 erbauet, wie ebenfalls Namen, WappenWund Jahrzahl über der Thüre darthuu. Dazu gehörte schon 1673Wuie noch jetzt ein Vorwerk zu Hohcng andern und Hans v. H.Mnlschulvigt sich, daß es in obiger Specifikation der Mainzer Lehennicht angegeben. Heinrichs Sohn, Friedrich, baute 1616 dasNebenhauö daselbst. Die jetzigen Besitzer sind die Brüder Ernstund Georg v. Haustein.