108 II- Lehngüter von Kurmainz.
Oben auf dem Berg über Unterstem liegt „in der WüstungFeldmark (llrkb. 369) zu Ramcrode zwischen Bergkenfeldund Steyna gelegen" der Hof Numcrodc mit 6 Hufen LaM,welcher jetzt zum Gute Bcscnhauscn gehört. Er hat seinen ursprüng-lichen Namen sehr verändert; denn noch im Jahre 1308 (Urkb.bl)kommt er als villu Nabcnrode oder Rabindenrodc vor, inwelchem der Propst zu Nörtcn, Lupold von Haustein, eineHufe Landes durch Vcrtauschung gegen eine Hufe in Hadewar-dcrode (Häutcrode) erwarb, welchen Tausch Erzbischof Peter i»genanntem Jahre bestätigt. Im Jahre 1373 (Urkb. 157) verkaufen dieGebrüder von Kerstlingerodc an Heinrich und Werner vonH an stein mit dem Dorfe zu Steyna noch den Zehnten zu Ra binde-rode, der damals an die Stiftshcrru zu Hciligcnstadt verpfändet war.Ein kleines zu diesem Hofe gehöriges Lehen, nämlich z ViertelGeldes, 4 Hühner und 2 Schock Eier von zwei Hufen die gelegensind auf der Fclvmark zu Nabcnrode, welches die Strcckertc zuHciligcnftadt von denen von Rendc hausen und diese Mzden Herrn zu Plcsse zu Leben getragen, empfingen die vonHanstein nach dem Lehubriefe (Urkb. 422) von Donnerstag nachEimtiNs 1561 von Plcst und seit 1571 von Hessen Casscl. — An-fänglich gehörte der Hof zu Wicscnfeld und kam mit diesem erstim 17. Jahrhundert durch Erbschaft an Besenhauscn.
Als Maiuzisches Lehen wird ferner anerkannt Birkenfeldmit Gerichten und Gerechtigkeiten, «ohne was die von Linfiugcndaran haben", nämlich etwa die Hälfte von Birkenfclv, ein Dorfvon 29 Feuerstätten, war eine alte Mainzischc Besitzung. Als Erz-bischof Lupold im Jahre 1955 das von ihm gegründete St.Pctcrsstift zu Nörten dotirte, schenkte er demselben unter andern i«Berchincvcld sechs Hufen, in Dalawincthun zehn halbe, in Haltm-rodt sechs halbe, in Salmenroth ein Vorwerk. (Siehe Uuclöims I.S. 21.) Die von Haustein bekamen darauf die Güter in Birkcn-fcld vom Stifte Nörtcn zu Lehen und verpfänden sie wieder 128Zdem Propste Luppold, wie aus der von Heinrich von Haustein updThcodorich von Rusteberg 1283 (Urkb. 76) von Valoutiui marlzu'is— ausgestellte Urkunde — hervorgeht. — Im Jahr 1297 (Urkb.48) stellen aber Heinrich von Haustein, Ritter, und Johannes sein