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II. Lehngüter von Kurmainz.
Bd. 1. S. 130.) Die dazu gehörigen Ländereien noch jetzt we-gen ihrer Lage, wo ehemals die Kirche des Dorfes stand, die hoheKirche genannt, wurden zum Theil Besoldungsstückc der PfarreienNimbach und Gcrbcrshaufcn. Siehe auch Urkb. 117.
Zum Gericht Haustein gehörte nun ferner als offenkundigesMainzisches Gcsammtlehen „das Dorf Höh eng andern, mitseiner Flur und seinem ganzen Bezirk, sammt Pfarr, Kirchen undder Wüstung Hottenrode; an welcher Kirche die von Boden-Hausen mit intercssirt sind; und grenzet dieses Dorfes Flur mit de-nen von Vodcnhausen versus oceasum,"
Von Hohengandcrn, einem Dorfe von etwa 63 Fcucr-stellen, unweit der hessischen Gränze, an der Berliner Straße, ineiner fruchtbaren Gegend, zu unterscheiden von Kirchgandcrnund Niedcrgandern, läßt sich nicht viel Erhebliches melden.An der Kanzel seiner jetzt abgebrochenen Kirche stand die Jahrzahl1591. Eine neue schöne Kirche ist dafür erstanden. Es war mStiftsdorf, in welchem der Erzbischof einen Hof besaß, den er imJahr 1313 auf Ansuchen Bcrtolds von Luterodc, Vicarius an derKirche zu Hciligcnstadt, gegen dessen Besitzung in Kaltcncber ver-tauschte. Die deshalb ausgestellte Urkunde (Wolf, polit. Geschichtedes Eichsfcldcs B. 1. Urkb. 83) ist in doppelter Hinsicht bemcr-kcnswcrth; einmal weil der Aussteller, Siegfried Graf von Wcde-gcnstein (Wittgcnstein) sich des Erzbischofs aclvooatus g-eneralisnennt, folglich ein über den Viccdom stehender Beamter war; undzweitens weil er diesen Hof von allen Steuern, Leibrenten, Beitrei-bungen in Diensten frei macht (ab omni «z.xtorsione stourarum,prooariarum, oxatioimm, serviLiorumlibora sit totalitär ot exompta).Er wurde demnach zum seltenen und vielleicht einzigen Beispiele indieser Gegend, zum Frcihof im vollsten Sinne des Wortes erho-ben. Was aus ihm geworden ist, läßt sich nicht ermitteln. —Doch können wir noch eine andere merkwürdige Urkunde von die-sem Dorfe anführen, welche, wenn auch nicht zur Geschichte desDorfs, doch zur Geschichte des öffentlichen, altgermanischcnRechts einen dankcnswerthen Beitrag liefert. Die Urkunde ist inclio sanoti Uelosii episo. (18. November) a, 1451 (Urkb. 247)von Curd Wißinbach, landgräflichen Schulthcißc zu Allendorf auf-