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I. Guterbesitz im Allgemeinen.
folglich im Bezirke des Viccdomats gelegen haben, woraus hervor-geht, daß diese Güter wahrend der Periode erworben sind, in welcherdie Familie von Hanstein jenes Amt bekleidete. Von ursprüngliche»Erbgütern keine Spur! Woher kam dieses? Ohne Zweifel daher,daß wir, wie in der Geschichte der Familie nachgewiesen werdenwird, ihren Ursprung nicht auf dem Eichsfclde, sondern in Thürin-gen, in und bei Apolda zu suchen haben. Dort lagen die Fami-liengüter, welche an andere Zweige eines und desselben Stammesübergingen, so daß sie endlich dem Gedächtniß späterer Generationenentschwanden.
Eine zweite Bemerkung wird sich ebenfalls aus dieser Unter-suchung ergeben. Die Erwerbungen erb- und eigenthümlicher Güterauf dem Eichsfelde ist nur auf die Vicedome beschränkt und dieHerrn des Han steins können nur durch spärlichen Ankauf diesesoder jenes Grundstück erweitern und vermehren, während sie einebewunderungswürdige Menge von Erbgütern, die sich thcilswcisc i»Activlehcn verwandelten, in dem hessischen und braunschweig-lüm-burgischcn Gebiet erwarben und sehr ansehnliche Pfaudschaftcn er-langten. Wir werden diese Güter in und um Witzenhauscu, zuHofgeismar, zu Dransfcld, in und bei Göttingcn :c. rc. an ihremOrte genauer bezeichnen und fragen uns, wie kam es, daß dieFamilie nicht gleiche Erwerbungen auf dem Eichsfelde machte? DieUrsache ist in der furchtsamen Politik des Mainzischen Stuhls zusuchen. Schon waren die von Haustein durch ihre Lchnschaftcn sobegütert geworden, daß sie den alten Dynasten gleich kamen.Hatte nun das Erzstift unter kluger Benutzung der Umstände dieseallmählig vom Eichsfelde verdrängt, so konnte es nicht wiederumeine Familie so sehr begünstigen, daß sie zu der Macht und demAnsehn gelangte, welches den Gehorsam der Vasallen in Zweifelstellen konnte. Man sieht daher recht deutlich, wie sich das Erzstiftbemühte, den Güterbcsitz der Familie nicht zu groß werden zu lasse»,und vielmehr jede Gelegenheit benutzte, um diesen zu verringern.Die Politik ist ja eine Frucht des geistlichen Standes, der sich durchKlugheit und Vorsicht, weniger durch das Schwert schützen mußte,(daher ist es auch gekommen, daß die Meister der Politik, welchedarauf ausgehn das clivicke et iwpera, praktisch zu üben, sämmtlich