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Nachrichten von dem Geschlechte der Grafen von Wartensleben : [nebst] Anh.
Entstehung
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Ludwig bci Erzherzog Carl Chevanxlegcrs zutheilen, allwo er den Fcldzug mit vielerAuszeichnung mitmachte und namentlich den Schlachten von Raab, Comorn und Aradbeiwohnte. Tapfer, gleich einem Heros der Vorzeit, fand sein Benehmen auch indiesenl Regiment? die vollste Anerkennung. Der Oberst, welcher ihm hierüber dasschönste Zeugniß ausstellte, machte im Verein mit dem ganzen Officier - Corps ihmden Antrag, als Rittmeister im Regiments zu bleiben. Hierauf ging er jedoch nichtein, weil er mit seinem Bruder in demselben Regiment? dienen wollte. Im Okto-ber ls49 wurde er nach seinem Wunsche Seeondc-Rittmcister beim Husaren-Regi-mente König von Hannover Nr. 6, und im Januar 1859 Escadrons-Chef- Erstarb in seiner Garnison zu Ditkowce in Galizien den 15. September 1854.

Nr. 295. Wilhelm Herrmann Ludwig Alexander Carl Friedrich, sA.

ältester Sohn des Majoratsherrn Gustav, geboren den 17. October 1826 zu Ber-lin, kam im Jahre 1838 ans die Ritter-Academie nach Brandenburg, dann 1841ans das Französische Gymnasium nach Berlin, studirte von 1844—48 in Berlinund Heidelberg, wurde am 29. April 1848 nach bestandenem Examen als Auscul-tator in Halberstadt vereidigt, und arbeitete als solcher bis zum Mai 1849 bei demKreisgerichte zu Genthin. Am 14. September 1848 ward er See -Lieutenant im26. Landwehr-Cavallerie-Regiment, nachdem er vom October 1844 bis dahin 1845beim 2. Garde-Ulanen-Regimcnt zu Berlin als Freiwilliger gedient hat. Den 8.Januar 1859 ward er mit Patent vom 6. November 1849 zum 7. Cürassier-Re-giment versetzt, marschirtc während der Prenßisch-Oesterreichischen Differenzen 1853mit nach Hessen, wurde während der Rückkehr seines Regiments als Adjudant zuder unter dem General von Koch stehenden 16. Kriegs-Division, im Jahre 1859aber zur Allgemeinen Kriegsschule nach Berlin kommandirt. Nach Absolvirnng desdreijährigen Cursus wurde ihm die Auszeichnung zu Theil, „wegen seiner Leistun-gen ans der Kriegsschule" mittelst CabinetS-Ordre vom 26. August 1857 einen Eh-rendegen verliehen zu erhalten. Den 17. September 1845 wurde er Johanniter-Ritter.Im Juni 1857 wurde er zur Topographischen Abtheilung des großen Generalstabescommandirt, und mittelst Potentes vom 16. Februar 1858 zum Premier-Lieutenantim großen Generalstabe befördert.

Nr. 296. Gustav Ludwig Herrmaun Alexander, sKI

zweiter Sohn des Majoratsherrn Gustav, geboren zu Berlin den 12. August 1828besuchte seit dem Frühjahr 1849 die Ritter Academic zu Brandenburg, dann seit1841 das Französische Gymnasium zu Berlin, woselbst er im Herbst 1847 seinAbiturienten-Examen machte. Bis zum Sommer 1849 studirte er in Berlin undHeidelberg, kehrte nach Ansbrnch des basischen Anfstandes in die Hcimath zurück,trat den 1. Juni 1849 als Freiwilliger beim 4. Jäger-Bataillon in Magdeburgein, ward den 9. Februar 1859 Portepee-Fähnrich im Garde-Schützen-Bataillonzu Berlin mit dem Patente vom 19. Januar 1859, und am 19. September d. I.SeenLicntcnant im Gardc-Reserve-Regimcnt, welches sich damals gerade in der Um-gegend von Wetzlar bei dem dort zusammengezogenen Observations-Corps befand,und welches dann später in Hessen mit einrückte. Nach der Rückkehr deS Regi-ments in die Friedcns-Garnison Spandau, ward dasselbe bald darauf nach Berlinverlegt. — Im Frühjahr 1854 erhielt er einen längeren Urlaub, um zur Wieder-herstellung seiner Gesundheit denselben größtentheils in der Schweiz zu verleben,