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Genealogische Geschichte des Geschlechts von Jeetze
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des Evangelii berufen war. Als dieser nun um Ostern 1540 auchdas h. Abendmahl reichen wollte, stürzte Zeetze zum Altar, rißwiithend die geweihten Hostien vor dem Prüdikanten vom Altar nndwollte damit zu einem Seitenaltar laufen, als ihm das Sacrameutauf die Erde fiel. Auch an Lästerreden hatte er es wieder nicht feh-len lassen.

Dieser Auftritt machte ungeheures Aufsehen, hatte aber damalskeine weiteren Folgen, da seiü entschieden katholisch gesinnter Fürst,Herzog Albrecht der Schöne, ihn sehr begünstigte.

Da starb Herzog Albrecht am 7. Januar 1547, Joachim vonZeetze, der sich im Kloster Eldena jetzt nicht mehr ganz wohl fühlenmochte, da dort, wie cS scheint, der Protestantismus seit 1537 mehrRaum gewonnen hatte, zog sich nun nach Gadebusch auf seine Pfarrezurück. Hier wiederholte er am Palmsonntage (3. April) 1547 denärgerlichen Auftritt, zu deiner sich 1546 hatte hinreißen lassen. Wie-der stürzte er, als der Prediger das h. Abendmahl reichte, zum Altar,ergriff den geweihten Kelch, sowie die Weinkanne und entgegnete denCommunikanten, als sie ihn dringend baten, er möge ihnen dasSakrament, den Leib und das Blut Jesu Christi reichen lassen:erwolle ihnen den höllischen Teufel geben."

Jetzt war das Maaß der Geduld in der Gemeinde erschöpft.Rath und Gemeinde von Gadebusch beschlossen, Klage über das un-kirchliche und unchristliche Benehmen ihres Pfarrers vor ihren jungenneuen Fürsten Johann Albrccht zu bringen Sie stellten am 29. Juni1547 dem Herzog die erlebten, Vorgänge vor, erklärten, daß sie einenso harten Druck und so großen Uebermuth nicht länger ertragen unddulden könnten und baten um einengelehrten Prädikanten," zumalder Zeetze soviel an eigenen Bauern, Höfen, Acker und Pächten habe,daß er davon Wohl dreimal einen Prädikanten halten könne.

Die Folge dieser Klage war, daß Joachim von Zeetze am10. August 1547 abgesetzt wurde. Ebenso wenig konnte er sich alsProbst des Nonnenklosters zu Eldena halten und zog er sich nunwahrscheinlich nach der Altmark auf die Güter seiner Verwandtenzurück, wo er sicher vor dem 29. Mai 1551 gestorben ist.

(Die Originalurkunden, nach denen das Vorstehende kurz zusam-mengestellt ist, befinden sich im großherzoglich Mecklenburgischen Ge-heimen Archiv zu Schwerin.)

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