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Genealogische Geschichte des Geschlechts von Jeetze
Entstehung
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Nachtrag zu Nr. 46: Kanzler Joachim von Jeetze.

Der Herr Archivrath 1)r. Lisch in Schwerin hat noch folgendeNachrichten iiber den Kanzler Joachim von Je che anfgcfnnden undzur Benutzung freundlichst mitgetheilt:

Joachim von Jeetze erscheint in Mecklenburg zuerst gegen dasEnde deS Jahres 1527. Am Montag in Weihnachten 1527 verhan-delte er ohne weiteren Titel zn Waren für Hermann von Kamptz,als dieser das Dorf Godow an Anna von Dewitz, Wittwe des Achimvon Kamptz, und ihre Söhne Achim und Ewald verkaufte. Im Jahre1529 Probst des mecklenburgischen Nonnenklosters Eldena, zwischenGrabow und Dömitz, geworden, war er im Gefolge des HerzogsAlbrecht des Schönen als dessen Kanzler auf dem berühmten Reichs-tage zn Augsburg 1539 zugegen, kehrte aber von diesem leider alsein heftiger Gegner der lutherischen Lehre zurück. In vollem Maßeoffenbarte sich seine Feindschaft im Jahre 1537 zn Konow bei Eldena.Das Patronat der Pfarre zu Konow, gehörte dem Kloster Eldena.Am 4. December 1537 berichtet derlutherische" Pfarrer AndreasSachse zn Konow an den Hofprediger Egidins Faber zu Schwerin,daß der Propst von Eldena, also Joachim von Jeetze, am Sonntagnach «inninm sanetornm, 4. November, öffentlich in der Kirche zuKonow ihn und sein Amt geschmäht, auch erklärt habe,er wolleauch den Gott und die Sacramente, so wir machten, wohl mit denFüßen treten; wenn wir das machten, so mache ein Teufel den an-dern;" auch habe derselbe, obwohl er ihm das Predigen vergönnenwollte, die Verwaltung der Sacramente ihm verboten.

Klärt schon dieser Vorgang die Gesinnung des Joachim von Jeetzevollständig auf, so tritt doch die entschieden papistische Richtung desselbennoch vollständiger bei der Reformation zu Gadebusch uns entgegen.

Schon im Jahre 1529 hatte Joachim von Jeetze die sehr reichdotirte Pfarre zu Gadebusch erhalten und Alles aufgeboten, umdie lutherische Predigt unter allen Umständen von dort fern znhalten. Da er wegen seiner andern Aemter die Pfarre nicht selbstverwalten konnte, überließ er Vicaren den Kirchendienst, während erselbst freilich die bedeutenden Einnahmen bezog Am 15. August 1540wird er in einem Vertrage zwischen der Geistlichkeit und dem Rathder Stadt Gadebusch ausdrücklich:Her Jochim Jetze, Cantzler,Prawest thor Eldena und Kerckher tho Ghadebusch"genannt.

Joachim von Jeetze hatte es zuletzt nicht hindern können, daßein lutherischer Prädikant, Andreas Busse oder Bussow zur Predigt