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Genealogische Geschichte des Geschlechts von Jeetze
Entstehung
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Am 5. Dezember 1653 einigt sich Lorentz zu Grassau mit seinemVetter Gottfried (144) und seinem Neffen Lorentz dem Jüngern (152)unter Beistand von Achatz Daniel v. Lindstedt. Lorentz der Aelterehatte von Gottfried 1077 Gulden 8 Schillinge zu fordern') und erhältdafür von diesem zwei wüste Ackerhöfe und einen Kossathen in Büste,außerdem aber in Grassa» einen wüsten Ackerhof mit 12 ScheffelKornpächten, noch einen Kossathen und 600 Gulden in Gold, die freilicherst nach und nach abgezahlt werden sollen, Lorentz der Jüngere da-gegen verschuldete seinem Oheim und Vormund 2946 Gnldcn 7 Schil-linge,-) beanspruchte aber selbst noch 1666 Gulden 16 Schillinge ansder oben erwähnten Erbschaft Friedrichs. Beide einigen sich dahin,daß Lorentz der Jüngere das 1622 von seinem Vater erlooste GutHederichs in Büste seinem Oheim wieder zurückgab, für seineForderung aber die obigen von Gottfried abgetretenen GrassauerBesitzungen und außerdem 1000 Gulden baar und in Pächten erhielt,wobei sich auch die obigen, von Gottfried noch zu zahlenden 600Gnldcn befanden. In Folge dieser Vergleiche besaß nunLorentz der Aeltere das ganze väterliche, sch Wiegerväter»liche und Oswaldsche Erbe in Hohenwulsch und Büste inihren Haup tb c s itzn n g en.

Im Juli 1658 erscheint Lorentz vor dem Hauptmann der Altmark,Achatz v. d. Schulcnburg, und bestimmt über seinen Nachlaßt) (s. 146und 147). 1660 starb auch seine zweite Gemahlin Elisabeth Do-rothea v. Jtzenp litz, a.d.H. Grieben/) 1661 bittet Lorentz, da seine

') Lorentz hatte dem Vater desselben Joachim Christoph ( 102) 2 Ackcrhofe undeinen Kossathen nebst Diensten und Pachten in Grassan am 28. Mai 1632 für 740Thater, nnd am 14. September d. I. noch andere Besitzungen daselbst für 365 Gnldcn20 Schillinge verkauft, zwanzig Jahre hindurch aber keine Zinsen erhalten.

2) Lorentz der Aeltere verlangte 500 Gnldcn rückständiges Ehcgeld für seine indcßverstorbene erste Gemahlin Lucia, 032 Gnldcn 8 Schillinge Erziehungskostcn nebst denaufgelaufenen Zinsen, 1066 Gulden 8 Schillinge Bananslagen und 477 Gulden 15Schillinge abgetragene Schulden nebst Zinsen, wovon freilich einige Einnahmen ansdes jüngeren Lorentz's Gütern abgezogen werden mußten. (Hohenw. Arch.)

2) „ Da er sich billig seiner Sterblichkeit erinnere und wegen der vielfältigen Zu-fälle und großen Schwachheiten, so ihm eine Zeit her zugestoßen, seines seligen Abschiedsund Abfordcrnng aus dieser mühseligen Welt sich stündlich vcrmuthen mußte, gleichwohlaber er seiner zeitlichen Güter halber zwischen seinen Kindern gern Nichtigkeit sehenund allen Streit durch seine väterliche Disposition zwischen ihnen verhalten wolle;"(Hohenw. Archiv).

Ihre Acltern waren Joachim v. Jtzenplitz und Barbara von Bredow; ihreGroßältern Güntzcl v. Jtzenplitz und Anna v. Borstel!, und Georg von Bredow undElisabeth v. Platcn.